Kirchberg: Plädoyer für großen Wumms
Ein voller Rittersaal und viel Raum für kritische Fragen: Bio neu denken – aber wie? Und wohin führt diese Frage? Antworten finden wollten mehr als 220 Teilnehmende bei den achten Öko-Marketingtagen im Schloss Kirchberg. Bei ihrer Suche kamen sie immer wieder zu einem Schlüsselwort: Zusammenarbeit. Die Verbands-Spitzen signalisierten dafür grünes Licht und engen Schulterschluss – und wer Zwischentöne und Begegnungen am Rande ignorierte, nahm nach zwei Tagen eine gewisse Zuversicht mit. Doch um Bio neu zu denken, reiche es nicht, mit alten Dogmen aufzuräumen, so Naturlands neuer Präsident Eberhard Räder: „Wir haben alle Argumente auf unserer Seite. Wir müssen nichts erfinden und nichts schönreden.“ Räder bekam zum Auftakt der mittlerweile achten Öko-Marketingtage am 12. November nicht nur viel Applaus, sondern auch reichlich Schützenhilfe. Unter anderem von Jürgen Mäder, Geschäftsführer Edeka Südwest. Sein deutlicher Appell an die Verbände: „Ihr müsst stärkere Geschichten bringen. Wir brauchen Storys, mit denen wir nach draußen auf die Fläche gehen können.“ Mäder stellte seine ganz eigene Bio-Pyramide vor, bei der die günstige Bio-Eigenmarke das Fundament bildet. Den Satz, in jedem Edeka stecke ein Discounter, habe er ganz bewusst gesagt. „Was habe ich euch da vermisst“, so Mäder mit Blick auf die Verbandsvertreter. Einen Rückblick auf den Generationswechsel im eigenen Unternehmen warf Lukas Nossol, Sohn von Dennree-Gründer Thomas Greim und mittlerweile Kommunikationschef in Töpen: Verbundenheit, Wachheit, Vielfalt: Dieser Dreiklang prägt uns.“ Mehr in BIOwelt 12/2025


