AöL: Zwischen Kraft und KI
Foto: AöL/Johannes Kiefer 2026
Wie können sich Bio-Hersteller angesichts steigender Kosten, verändertem Konsumverhalten und wachsendem Wettbewerbsdruck am Markt behaupten und gleichzeitig nachhaltig wirtschaften? Mit dieser Frage beschäftigte sich der UnternehmerInnentag der AöL am 17. Juni. Im Museum im Kulturspeicher in Würzburg diskutierten die Teilnehmenden über Erfolgsstrategien, Innovationskraft und verantwortungsvolle Unternehmensführung – und gaben praxisnahe Impulse für die Zukunft der Branche. „Erfolg hat drei Buchstaben: Tun“, fasste es Barbara Scheitz, Geschäftsführerin der Andechser Molkerei Scheitz, zusammen. Sie hob die Bedeutung von Langfristigkeit und Vernetzung hervor sowie die Notwendigkeit, als Unternehmen den Entwicklungen immer einen Schritt voraus sein zu müssen. Einen weiteren Schwerpunkt bildete an diesem Tag der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Unternehmensalltag. „Technologie dient den Menschen und ersetzt sie nicht“, betonte Friedemann Wecker, Geschäftsführender Gesellschafter der Bauck Mühle. Ziel sei es, Qualität zu steigern sowie durch Standardisierung und Prozessoptimierung Effizienzgewinne zu erzielen – so Weckers Erfahrung. Manuela Raidl-Zeller, Geschäftsführerin von Sonnentor, unterstrich die Bedeutung eigener Kompetenzen, unternehmerischer Eigenverantwortung und Teamgeist: „Unsere komplette Markenentwicklung liegt in der eigenen Hand. Menschen wollen zu uns kommen, das positive Teamgefühl strahlt über die Unternehmensgrenzen hinaus.“ Auch soziale Verantwortung und Unternehmenskultur standen im Mittelpunkt der Impulse. Björn Wiese, Geschäftsführer der Privatbäckerei Wiese, schilderte die Bedeutung einer kompetenzorientierten Ausbildung: „Wir bringen Menschen auf den Weg – selbst, wenn sie danach woanders in der Gesellschaft arbeiten.“
Für die AöL zeigt der UnternehmerInnentag, wie viel Innovationskraft und Gestaltungswille in der ökologischen Lebensmittelwirtschaft steckt. „In der Bio-Herstellerszene steckt enorme Kraft“, sagt Anne Baumann, Geschäftsführende Vorständin der AöL. „Wenn Unternehmer offen teilen, was sie bewegt und was sie erfolgreich macht, entstehen Ideen, die weit über einen einzelnen Veranstaltungstag hinauswirken. Hier entstehen Resilienz und Zukunftsmut durch Kooperationen.“ Der UnternehmerInnentag stellt den Auftakt für ähnliche Formate dar.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am
24.06.2026