Kaniber-Treffen: Aufschub für Weidepflicht?
Foto: LÖV 2025
Unterstützung aus Bayern: Um Aufschub bei der Umsetzung der verschärften Weidepflicht zu bekommen, trafen sich am 9. April die Präsidenten der Anbauverbände Bioland und Naturland, Jan Plagge und Hubert Heigl, mit der bayerischen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber. Sie wird wohl bald Hausherrin im BMEL sein. Mit am Tisch saßen Barbara Scheitz, Chefin der Andechser Molkerei Scheitz, und Heinrich Gropper von der gleichnamigen Molkerei. Im Schulterschluss wollen sie sich für einen praktikablen Übergang zur Umsetzung der Weidepflicht einsetzen. Mit einer längeren Übergangsfrist und Pragmatismus in der Umsetzung – so Scheitz und Gropper – könnten viele Betriebe in der Bio-Produktion bleiben. Sie betonten die vorhandene hohe Nachfrage für Bio-Milch und -Molkereiprodukte. Durch die abrupte Umsetzung der Weidepflicht müssten Lieferbetriebe aus der Bio-Erzeugung aussteigen, die teilweise seit Jahrzehnten Bio-Bauern sind.
Nach einem 2021 angestrengten Pilotverfahren der EU einigte sich die Länderarbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (LÖK) im vergangenen Jahr auf das sogenannte Weidepapier, um Stress mit Brüssel abzuwenden. Dieses Weidepapier sieht ein Ende der Übergangsfrist bereits zum Jahresende vor – ein Auslauf auf Bio-Höfen von April bis November allein reicht dann nicht mehr.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am
14.04.2025