Bio Austria droht Naturland mit Klagen
Foto: AMA Marketing/ Thomas Meyer 2025
Neuer Schachzug von Bio Austria: Nachdem Naturland jetzt das AMA-Gütesiegel verwenden darf, droht Obfrau Barbara Riegler in einem Brief an den deutschen Verband mit Klagen bei den Wettbewerbsbehörden. Die Bio Austria-Chefin schreibt Präsident Hubert Heigl, Naturland erfülle aus ihrer Sicht mehrere Tatbestände des Marktmissbrauchs – etwa durch die Behinderung von Bio Austria-Mitgliedern durch Benachteiligung im Wettbewerb. Das meldete die österreichische Zeitschrift Trend online. Riegler wirft demnach Naturland eine gezielte Behinderung von Wettbewerbern vor. „Wegen der selektiven Öffnung des Naturland-Absatzsystems für ‚Ja! Natürlich‘ und ‚Zurück zum Ursprung‘ behalte man sich vor, die Wettbewerbsbehörden einzuschalten“, zitiert Trend aus dem Brief der Obfrau. Naturland selbst wollte das Schreiben auf Anfrage von BIOwelt nicht kommentieren, schickte jedoch bereits ein Gesprächsangebot an Bio Austria. Das AMA-Gütesiegel gilt als das bekannteste Qualitätszeichen für Lebensmittel in Österreich. Für Bio Austria war die Vereinbarung der AMA-Marketing mit Naturland wohl der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte: Naturland gräbt seit dem Aldi-Deal Bio Austria das Wasser ab. Bereits rund 2.300 Betriebe jenseits der Alpen wechselten zu Naturland oder schlossen Doppelmitgliedschaften ab, darunter viele Milchviehbetriebe.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am
28.08.2025