Bio-Geflügel: Kurskorrektur gefordert
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Steht die Zukunft der Bio-Geflügelhaltung auf dem Spiel? Der BÖLW fordert eine Kurskorrektur der EU-Kommission für praxisgerechte Regeln der Bio-Geflügelhaltung. Die geplante Neuauslegung sieht vor, nur noch einen Mastgeflügelstall pro Hof zu erlauben. Sie würde Investitionen auf den Höfen zunichtemachen und den Umbau hin zu einer besseren Tierhaltung zurückwerfen, so Peter Röhrig, geschäftsführender BÖLW-Vorstand. „Wer den Ökolandbau in Europa stärken will, darf bewährte Strukturen nicht zerstören“, mahnt Röhrig. Bio-Mastgeflügelhalter dürfen seit Jahrzehnten mehr als einen Stall auf ihren Höfen betreiben. Diese Praxis sei Grundlage einer wirtschaftlich tragfähigen und zugleich tier- und umweltgerechten ökologischen Geflügelhaltung, so der BÖLW. Die Folgen einer Neuauslegung wären aus Sicht des BÖLW dramatisch: In Deutschland müssten rund 80 Prozent der Geflügelhalter einen Teil ihrer Produktion aufgeben. Ein funktionierendes System würde zerstört und der Ökolandbau in Deutschland und Europa massiv zurückgeworfen.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am
29.10.2025