Bio in Bayern: Umstellung hinkt hinterher
Foto: LVÖ/Lara Müller 2025
Die Bio-Nachfrage in Bayern wächst, doch Öko-Bauern können nicht liefern. Der Grund: Die Zahl der Umsteiger stagniert. So stieg die Anbaufläche der in den Verbänden organisierten Betriebe 2024 in Bayern um nur 1,3 Prozent auf gut 353.000 Hektar. Das entspricht einem Plus von gut 4.600 Hektar. Gleichzeitig ging die Zahl der Betriebe um 94 oder 1,2 Prozent zurück. Dies geht aus einer Meldung der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau (LVÖ) hervor. Demnach sind rund zwei Drittel der bayerischen Bio-Höfe in den Anbauverbänden Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter organisiert. Auffällig dabei: Die Durchschnittsgröße der Verbands-Betriebe liegt rund 47 Hektar und damit etwa neun Hektar über dem bayerischen Durchschnitt aller Höfe. „Die Bio-Verbände haben in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen, um neue Marktsegmente zu erschließen“, kommentiert Thomas Lang (Foto), erster Vorsitzender der LVÖ Bayern. „Dies spüren wir nun in höheren Absatzmengen von Bio-Lebensmitteln insbesondere in Drogeriemärkten und im Discount. Bei manchen Produkten wie Milch, Fleisch und Eiern können wir aktuell nicht genug heimische Bio-Ware liefern.“
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am
04.02.2025