Bio-Verbände vereinfachen Futter-Zulassung
Foto: Pixabay/Eddy und Rita 2026
Ein Online-Portal für alle Verbände: Die Zulassung ihrer Bio-Futter-Rohwaren können Hersteller seit Anfang September 2026 verbandsübergreifend beantragen. Ein gemeinsames Qualitäts- und Herkunftssicherungssystem (QHS) schafft dafür einen neuen Rahmen mit einheitlichen Kriterien. Dies soll die Zulassung von Rohwaren für Bio-Futtermittel deutlich einfacher, schneller und transparenter machen, die in mehreren Bio-Verbänden eingesetzt werden. Mit dabei sind Bio Austria, Biokreis, Bioland, Demeter, Gäa und Naturland. Sie entwickelten in den vergangenen Monaten auf Initiative der Bio-Allianz dieses System. Allerdings greifen nicht alle deutschen Verbände der Allianz auf die neue Online-Plattform zu: Es fehlen Biopark, der Verbund Ökohöfe und Ecoland. Ziel des Portals: mehr Effizienz und Einheitlichkeit in der Bio-Futtermittelwirtschaft. „Gleichzeitig stellen wir sicher, dass Herkunft, Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Integrität der Lieferketten auf höchstem Niveau wie bisher gewährleistet bleiben“, so die beteiligten Verbände der Bio-Allianz in einem gemeinsamen Statement. Die Rohware kann dabei mit beliebigen Anteilen auf die teilnehmenden Verbände aufgeteilt werden. Die Prüfung erfolgt durch einen Verband – alle beteiligten Verbände erkennen grundsätzlich eine erteilte Zulassung an. Für Demeter-Betriebe liegt die Latte hier allerdings höher: Auf den Höfen müssen 70 Prozent des Futters für Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde in Demeter-Qualität im Trog landen – bei Schweinen und Geflügel sind 50 Prozent originärer Demeter-Futtermittel vorgesehen. Auch die hofeigenen Anteile von mindestens 50 Prozent müssen Demeter-Betriebe weiterhin einhalten.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am
17.09.2026