BioSüd legt bei Ausstellern und Besuchern zu

Foto: BIOwelt/Heike van Braak 2025
Volle Gänge und gute Gespräche: 378 Aussteller und 3.243 Besucher trafen sich am 29. September auf der BioSüd in Augsburg. Was vielen wie ein Familientreffen erschien, weist unterm Strich ein positives Fazit auf. Die Zahl der Aussteller stieg um 2,5 Prozent, bei den Besuchern lag das Plus bei immerhin noch zwei Prozent. „Die BioSüd ist seit 17 Jahren ein fester Termin im Bio-Kalender und ein wesentlicher Baustein in der Entwicklung des Formats BioMessen, wie wir es heute kennen“, so Veranstalter Wolfram Müller. Was in diesem Jahr auf erstaunlich wenig Interesse stieß, war ausgerechnet die Podiumsdiskussion 12 Uhr mittags. Hier im Fokus standen faire Löhne und faire Preise. Wie sehr das Thema eigentlich unter Bios Nägeln brennt, brachte Lucia Birkmeir, Landwirtin und Beisitzerin der jungen AöL, auf den Punkt: „Ich bin ein bisschen ernüchtert. Bio und die Bio-Verbände tun alles, um zu werben, wofür Bio steht und warum Bio mehr Wert ist und trotzdem sind die Erzeugerpreise für uns oft noch zu niedrig.“ Zusätzliche Richtlinien der Bio-Verbände könnten hier helfen, um zum Beispiel zu verhindern, dass Mindestlohn-Regelungen umgangen werden könnten. Ebenfalls mit auf dem Podium standen Simon Krischer, Geschäftsführer Biokreis, und Thomas Börkey-Biermann, Geschäftsführer des Großhandels Ökoring. „Strukturen und Tarife sind das eine, es kommt aber letztlich auf die gelebte Kultur, die Menschen im Unternehmen an“, legte Börkey-Biermann hier nach. Für viele Aussteller geht es bald weiter: Die BioNord findet bereits am 12. Oktober in Hamburg statt.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am 29.09.2025
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