Bündnis fordert Ende der Patentflut

Foto: Bioland 2022
Acht Verbände drängen darauf, die Patentflut in der Pflanzenzüchtung aufzuhalten. Hintergrund ist die befürchtete Aufweichung des EU-Gentechnikrechts. Konventionelle und ökologische Landwirtschaft, Züchtung sowie Kirche fordern jetzt in einem gemeinsamen Positionspapier, Patente auf biologisches Material zur Pflanzenzüchtung endlich wirksam und rechtssicher einzuschränken. Mit dabei sind die Bundesverbände Deutscher Milchviehhalter und Deutscher Pflanzenzüchter, Bioland, der BÖLW, der Deutsche Bauernverband, die Evangelische Kirche, die Katholische Landvolkbewegung sowie die Katholische Landjugendbewegung.  „Der ungewöhnlich enge Schulterschluss von konventioneller und ökologischer Landwirtschaft, Züchtung und Kirchen zeigt, dass wir es hier mit einem der drängendsten Probleme im Agrarsektor zu tun haben“, kommentiert Bioland Präsident Jan Plagge. Das Bündnis verdeutlicht, wie ernst die Lage durch die befürchtete Aufweichung des EU-Gentechnikrechts ist. Denn Patente auf Pflanzen, die in der EU eigentlich verboten sind, werden seit längerem über eine laxe Auslegung des Europäischen Patentrechts ermöglicht. Das geplante EU-Gentechnik-Gesetz eröffnet Saatgut-Unternehmen noch mehr rechtlichen Spielraum, Pflanzeneigenschaften jeglichen Ursprungs zu patentieren. Diese Patentflut schränkt den freien Zugang der Züchtung zu genetischer Vielfalt weiter ein und bringt die Landwirtschaft in enorme Abhängigkeit.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am 17.06.2025
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