Climate Fair Farms gestartet
Gelungener Auftakt: So lautet das Fazit der Akteure aus Landwirtschaft, Wissenschaft und Beratung. Sie trafen sich am 5. und 6. Oktober zur gemeinsamen Kick-off-Veranstaltung des EIP-AGRI-Projekts „Climate Fair Farms“ an der Akademie Schloss Kirchberg. Das Ziel: Klimaleistungen der Landwirtschaft zu messen und zu honorieren. Impulse lieferte ein Fachprogramm mit Beiträgen der Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg, der Hochschule Nürtingen-Geislingen, der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Universität Hohenheim. Acht klimaresiliente Maßnahmen standen im Fokus: Humusaufbau und Kohlenstoffspeicherung, Agroforst, Streuobst, Zwischenfruchtanbau, klimafreundliche Tierhaltung, Sojaanbau, emissionsminderndes Güllemanagement und Fotovoltaik. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die zuverlässige Bewertung der Klimawirkungen anhand der ISO-Normenreihe und dem Green House Gas Protocol. Hier stellte Carbon Standards International einen Ansatz vor: Auf 40 Pilotbetrieben sollen Maßnahmen umgesetzt und die Wirkungen erfasst werden, um praxistaugliche Honorierungsmodelle zu entwickeln.
Das Projekt ist eine EIP-AGRI-Initiative der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. Sie finanziert sich aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Weitere Fördermittel kommen vom Land Baden-Württemberg.