Demo in Berlin für Aus von Megaställen

Foto: Wir haben es satt! 2021
Mit Tiermasken verkleidet zogen rund 50 Demonstranten am 7. September vor den Bundestag. Sie forderten in Berlin das Aus der Megaställe. „Bauernhöfe statt Tierfabriken!" lautete das Motto, mit dem das „Wir haben es satt!“-Bündnis für eine zukunftsfähige Agrarpolitik und gegen das Billigfleisch-System auf die Straße ging. In der aktuellen Legislaturperiode habe es bundesweit bei 27 Bränden in Großstallanlagen mehr als 240.000 tote Tieren gegeben, so das Bündnis. Dennoch seien trotz der gravierenden Brand- und Tierschutz-Bedenken derzeit 2,5 Millionen zusätzliche Tierplätze in Megaställen geplant. Diese Entwicklung stehe nicht nur im krassen Widerspruch zum Tierschutz. Auch der vom Verfassungsgericht geforderte Klimaschutz und eine klimagerechte Ernährung könnten so nicht erreichen werden. „Die industrielle Tierhaltung ist fatal für die Tiere, das Klima und uns Menschen. Die Erdüberhitzung können wir nur mindern, wenn wir weniger Tiere besser halten und den Fleischkonsum massiv reduzieren", mahnte Bündnis-Sprecherin Saskia Richartz. Von der nächsten Bundesregierung forderte sie, noch in den ersten 100 Tagen gesetzliche Regeln für Tierschutz und Luftreinhaltung zu definieren.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am 07.09.2021
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