Dürre: Katastrophenfall für Öko-Betriebe

Foto: BIOwelt/Heike van Braak 2020
Das Land Baden-Württemberg reagierte am 9. August auf die anhaltende Dürre und rief den Katastrophenfall aus: Bio-Bauern dürfen nun auch konventionell erzeugtes Grünland- und Ackerfutter zukaufen. Wer darauf angewiesen ist, kann einen Antrag bei der für die Öko-Kontrolle zuständigen Behörde beim Regierungspräsidium Karlsruhe stellen. Die Dürre führte laut Ministerium zu einem Mangel an Bio-Raufutter wie Heu oder Silage und Bio-Feldfutter wie Ackergras oder Klee. „An vielen Stellen ist es so, dass die Landwirte schon seit einigen Wochen das Futter verfüttern, was sie für den Winter zurückgelegt hatten und wo man auch weiß, das wird nicht bis ins nächste Frühjahr halten", so Landwirtschaftsministerin Marion Gentges gegenüber dem Südwestrundfunk (SWR). Demnach soll es bereits Überlegungen geben, Flächen im Rahmen des Landesförderprogramms FAKT für Futterzwischenfrüchte freizugeben. Zudem könnten jetzt Brachflächen vorübergehend für die Futtermittelproduktion verwendet werden. Unter anderem solle auch geprüft werden – so der SWR –, ob sich das Land an landwirtschaftlichen Transport- und Beschaffungskosten beteiligen könne.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am 10.08.2026
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