Edeka übernimmt 178 Tegut-Märkte
Jetzt doch: Edeka bekam grünes Licht vom Bundeskartellamt und darf 178 Tegut-Standorte übernehmen. Edeka musste sich jedoch verpflichten, weitere 24 Tegut-Märkte für einen Zeitraum von vier Jahren nicht zu erwerben. „Ohne die Zusagen hätte der Zusammenschluss in 34 regionalen Märkten zu einer erheblichen Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen geführt“, begründet Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, die Entscheidung. „Damit verhindern wir, dass es in den betroffenen Regionen durch die Übernahme zu Verschlechterungen für die Verbraucher kommt.“ Ursprünglich hatte Edeka geplant, nicht nur 202 Tegut-Märkte zu erwerben, sondern auch 41 automatisierte Teo-Standorte, die Herzberger Bäckerei und ein Logistikzentrum. Das Bundeskartellamt kam zu dem Schluss, dass die Konzentration im LEH weiter gestiegen ist. Edeka, Rewe, die Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland sowie Aldi im Norden und Süden vereinten 2025 zusammen mehr als 90 Prozent der bundesweiten Umsätze auf sich. Edeka ist laut Bundeskartellamt mit rund 30 Prozent größter Anbieter, gefolgt von der Schwarz-Gruppe mit rund 25 Prozent, Rewe mit rund 22 Prozent und Aldi mit rund 15 Prozent. Gleichzeitig bestehe – so die Behörde – zwischen den Lebensmittelhändlern eine intensive Wettbewerberbeobachtung und – bei einem Teil des Sortiments – eine hohe Preisgleichheit. Preisänderungen gingen bei diesen Produkten in der Vergangenheit häufig von Aldi aus. Zuletzt beobachtete das Bundeskartellamt vermehrt initiale Preisänderungen von Lidl.