EU-Bio-Verordnung: Aus für Kleinbauern?

Foto: Fairtrade/Christoph Köstlin 2021
Die neue EU-Bio-Verordnung ist seit dem 15. Oktober in Kraft. Droht jetzt der Ausstieg von Kleinbauern im globalen Süden aus dem Ökolandbau? Und gibt es bald neue Engpässe bei Bananen, Kaffee und Kakao? Davor warnt Fairtrade nach dem Auslaufen der Übergangsfrist für Drittländer: „Die Umsetzung ist mit enormen Kosten verbunden. Diese können viele Kleinbauernfamilien nicht alleine tragen“, prognostiziert Claudia Brück, Vorständin Politik und Kommunikation bei Fairtrade Deutschland. Hinzu komme der große bürokratische und technische Aufwand: Einige Kooperativen müssen sich neu strukturieren und neu zertifizieren lassen. Wenn Betriebe in Asien, Afrika und Lateinamerika aus dem Ökolandbau aussteigen, könnten das auch Verbraucher spüren: „Wir beobachten eine gewisse Unruhe am Markt. Viele Unternehmen befürchten, dass sie ab Oktober nicht mehr die Mengen importieren können, die sie benötigen. Um vorzusorgen haben einige in den vergangenen Monaten größere Warenmengen bestellt als üblich“, so Brück. Fairtrade begrüßt den Schritt von einheitlichen Regeln für Bio-Betriebe weltweit, weist jedoch auf Schwächen in den Anforderungen der Verordnung hin. Diese verlangt praxisferne Kriterien, die viele Kleinbauernfamilien nicht erfüllen können.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am 15.10.2025
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