Fahrplan für Biodiversität: 36 Akteure einigen sich
Mit einem gemeinsamen Fahrplan wollen die Mitglieder von Food for Biodiversity in Produktion und Lieferketten der Lebensmittelbranche mehr Biodiversität verankern. Basis dieser Roll-out-Strategie ist ein Set an Kriterien zum Schutz der biologischen Vielfalt. Mit im Boot sind 36 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen des Lebensmittelsektors, Umweltverbände und Organisationen – unter anderem Edeka, Lidl und Nestlé. „Fünf Jahre nach Vereinsgründung zeigen wir einen strukturierten Weg auf, um den Naturschutz fest im Einkauf von Lebensmittelunternehmen zu verankern“, so Peter Zens, Vorsitzender von Food for Biodiversity. Der Stufenplan bis 2040 fokussiert sich auf sieben Risikorohstoffe in gemäßigten Breiten: Gemüse, Obst, Weizen, Raps, Zuckerrüben, Milch und Fleisch. Bis 203 wollen die Mitglieder des Vereins die Kriterien für mindestens zwei der Rohstoffe umsetzen. Als Zielgröße gelten dabei mindestens 85 Prozent des Beschaffungsvolumens der ausgewählten Rohstoffgruppe für Eigenmarkenprodukte. Bis 2040 wollen die Mitglieder eine Anwendung schrittweise auf alle sieben Risikorohstoffgruppen ausweiten. Food for Biodiversity empfiehlt, mindestens 70 Prozent der für sie relevanten Kriterien des Basis-Sets abzudecken. Innerhalb von fünf Jahren soll die Übereinstimmung der Standards mit dem Basis-Set auf mindestens 90 Prozent steigen. Eine regelmäßige Berichterstattung dokumentiert laut Food for Biodiversity die Umsetzung der Roll-out-Strategie durch Lebensmittelunternehmen und Organisationen. Die Umsetzung des Fahrplans erfolgt im Rahmen des EU-LIFE-Projekts Fit for Biodiversity.