Klimaklage: Gesetz gefährlich ambitionslos
Foto: BIOwelt/Heike van Braak 2020
Klage gegen die Ampel-Koalition: Fünf deutsche Umweltverbände wollen mit Klägern aus allen Teilen der Gesellschaft drei neue Verfassungsbeschwerden gegen die Klimapolitik der Bundesregierung und die Entkernung des Klimaschutzgesetzes (KSG) erheben. Dies kündigten die Verbände für den Fall an, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Gesetzesänderung unterschreiben sollte. Der BUND, der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV), die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sowie Greenpeace und Germanwatch führen jeweils eine Beschwerde mit Klägern, die in unterschiedlichen Lebensbereichen von der Klimakrise betroffen sind. Bereits 2021 hatten einige der Klagenden in einem wegweisenden Urteil erreicht, dass das Bundesverfassungsgericht dem Recht auf Klimaschutz Verfassungsrang einräumt. „Klimaschutz ist Menschenrecht“, so BUND und SFV übereinstimmend. „Das novellierte Klimaschutzgesetz ist gefährlich ambitionslos. Damit setzt die Bundesregierung die Freiheiten heutiger und künftiger Generationen aufs Spiel. Die Lösungen im Kampf gegen die Klimakrise sind da, aber die Umsetzung braucht endlich Priorität in der Regierung.“
Nichts mehr verpassen? Dann abonniere unseren Newsletter!
Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am
26.06.2024