Migros stellt Tegut ein Ultimatum

Foto: Tegut 2021
Düstere Aussichten für Tegut: Migros stellt dem Lebensmittelhändler ein Ultimatum. Patrik Pörtig, Chef der Migros Zürich, erwartet bis Ende 2026 schwarze Zahlen – sonst soll Schluss sein. „Tegut hat jetzt noch eine letzte Chance“, so Pörtig in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). Er bezeichnete das Tochterunternehmen aus Fulda als einen Sanierungsfall. „Zum ohnehin intensiven Preiskampf in Deutschland kam noch die Verteuerung der Lebensmittel aufgrund der Inflation dazu. Das macht es für Tegut mit seiner relativ hohen Positionierung und einem Sortiment mit knapp 30 Prozent Bio-Anteil noch anspruchsvoller“, so Pörtig gegenüber der NZZ. „Es gibt einen Stellenabbau von rund 20 Prozent der Belegschaft am Tegut-Hauptsitz, und wir überprüfen das Filialnetz.“ Nach aktuellem Stand sucht Migros für 35 Läden neue Betreiber. Man dürfe nicht vergessen – so Pörtig weiter –, dass Tegut erst vor einem Jahr noch eine Kette mit 19 Bio-Supermärkten übernommen sowie ein neues Logistikzentrum gebaut und in Betrieb genommen habe. All dies sei eine Herkulesübung gewesen. Teguts bisheriger Geschäftsführer Thomas Gutberlet gab Ende November bekannt, das vom Großvater gegründete Unternehmen nach fast 16 Jahren zu verlassen.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am 19.12.2024
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