Naturland: Krisensitzung nach Reeses Kündigung

Foto: BIOwelt/Henning Tau 2025
Bei Naturland rumort es gewaltig: Die Delegierten treffen sich am 5. September in Fürstenfeldbruck, um die Wogen nach der Kündigung von Geschäftsführer Steffen Reese (Foto) zu glätten. „Wir stehen als Gemeinschaft an einem Wendepunkt“, zitiert die Süddeutsche Zeitung (SZ) aus dem vierseitigen Schreiben an die Delegierten. Demnach soll dem Brief die Kurzfassung eines juristischen Gutachtens beigefügt sein. Darin sei – so die SZ – in Zusammenhang mit Reeses Vertragsverlängerung im Februar 2025 von unzulässiger Begünstigung die Rede sein, dem Verdacht einer strafrechtlich relevanten Untreue und davon, dass die Gemeinnützigkeit von Naturland erheblich gefährdet sei.  Die SZ berichtet von einem Vertrag auf Lebenszeit, eine Gehaltserhöhung um 16 Prozent und einer großzügigen Abfindungsregelung. Schon jetzt hätte Reese demnach Anspruch auf 675.000 Euro brutto, zu zahlen aus dem Vereinsvermögen, heißt es laut SZ im Einladungsschreiben an die Delegierten. Wie es zu diesen großzügigen Konditionen gekommen sei, bleibe demnach offen. Selbst Naturland-Präsident Hubert Heigl soll davon nichts gewusst haben. Eingeladen zur außerordentlichen Delegiertenversammung: das gesamte Naturland-Präsidium.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am 04.09.2025
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