Neuer Fleisch-Skandal bei Lidl

Foto: Albert Schweitzer Stiftung 2023
Krankheitserreger auf Fleisch: Eine Untersuchung von Hühnerfleisch der Lidl-Eigenmarke Metzgerfrisch hat in 71 Prozent der Proben multiresistente Keime nachgewiesen. Zudem wurden auf vielen der Fleischstücke teils gefährliche Krankheitserreger gefunden. Das meldete am 10. Mai die Albert Schweitzer Stiftung. Demnach untersuchte ein unabhängiges Labor insgesamt 51 Proben von Hühnerfleischprodukten (alle Haltungsform-Stufe 2, Stallhaltung Plus). Die Proben wurden laut Stiftung im Januar und Februar 2023 in acht zufällig ausgewählten Lidl-Märkten in ganz Deutschland genommen. Nur sechs Proben wiesen keine Auffälligkeiten auf. Die Albert Schweitzer Stiftung gab diese Untersuchung in Auftrag. Sie fordern nun mit 15 anderen Tierschutzorganisationen den Discounter Lidl dazu auf, die Standards der Europäischen Masthuhn-Initiative umzusetzen, um die Lebensbedingungen der Hühner zu verbessern. So könne Lidl auch das Gesundheitsrisiko durch Keime aus dem Stall verringern. Die Tierschutzorganisationen hatten im vergangenen Jahr erschreckende Videoaufnahmen aus mehreren Hühnermastbetrieben von Lidl-Lieferanten veröffentlicht.  
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am 10.05.2023
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