Agrarminister Alois Rainer: Keine Zeit für Öko
Foto: BMLEH 2025
Die Vorbereitungen für die Öko-Feldtage gehen in die heiße Phase. Einer ist nicht mir dabei, wenn der Startschuss fällt: Landwirtschaftsminister Alois Rainer hat aus zeitlichen Gründen abgesagt. Eine Kabinettssitzung hat Vorrang. Dafür kommt die Parlamentarische Staatssekretärin Silvia Breher zum Eröffnungsrundgang auf dem Wassergut Canitz. Bereits jetzt verzeichnen die Öko-Feldtage 2025 mit mehr als 360 Ausstellenden einen Rekord. Die vier Fachforen, zahlreiche weitere Programmangebote sowie über 130 Führungen verdeutlichen, dass die Branche die Öko-Feldtage als zentrale Kommunikationsplattform nutzt. Auf insgesamt 30 Hektar gibt es 650 Demonstrationsparzellen. Sie belegen die Vielfalt des Ökolandbaus von der Ackerbohne bis zur Zuckerrübe. Zudem stellen 19 Innovationsbeispiele neue Lösungskonzepte für eine zukunftstaugliche Landwirtschaft vor.
Die Öko-Feldtage kommen in diesem Jahr an einem Thema nicht vorbei: Welche Konsequenzen hat eine Deregulierung Neuer Gentechniken für den Ökolandbau? Direkt am ersten Veranstaltungstag berichtet Gebhard Rossmanith von Biosaat über den aktuellen Entwicklungsstand und die Folgen für den Bio-Sektor. Ein agrarpolitisches Update gibt es auch von Jan Plagge: Der Präsident von Bioland und IFOAM Organics gibt ebenfalls am ersten Tag spannende Einblicke in die Agrarpolitik auf nationaler und europäischer Ebene. Weniger politisch geht es beim Job-Speed-Dating zu. Insgesamt zeigen mehr als 310 Ausstellende ihre Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft. Schwerpunktthema in diesem Jahr: Wassermanagement in der Landwirtschaft. Neue Bewässerungstechniken, eine bodenschonende Bearbeitung oder eine angepasste Fruchtfolge können zum Wasserschutz beitragen. Auf der Bühne Zukunftsdialog diskutieren Praktiker, Forschende sowie Politiker über Lösungsstrategien zu Wasserschutz und Landwirtschaft. Zu den Höhepunkten der ÖkoFeldtage gehören die mehr als 40 Maschinenvorführungen zu den Themen Hacken zwischen und innerhalb der Reihen, Striegeln, Bodenbearbeitung (Luzerneumbruch) und Futterbergung. Auf einer Sonderfläche zeigen Ausstellende neue Geräte aus der autonomen Landtechnik.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am
05.06.2025