Österreichs Backstationen floppen
Foto: Greenpeace 2026
Zu wenig Bio und Regionales: Mehr als 80 Prozent der Backwaren in Österreichs Supermärkten landen aus Aufbackstationen im Einkaufswagen – nur Bio gibt es dort zu wenig. Ein aktueller Greenpeace-Marktcheck nahm das Angebot von Billa, Billa plus, Mpreis, Hofer, Penny und Lidl unter die Lupe. Das Ergebnis: 20 Prozent Bio-Anteil erreichen Backstationen überwiegend durch Basisprodukte wie Brot und Gebäck. Bei pikanten Snacks liegt der Bio-Anteil bei lediglich rund zehn Prozent, bei süßen Mehlspeisen findet sich kein einziges Bio-Produkt. Während Brot meist aus Österreich stammt, setzen Supermärkte laut Greenpeace bei Snacks und süßen Backwaren häufig auf importierte Tiefkühl-Teiglinge mit Mehl aus dem Ausland. Platz eins beim Marktchecks belegt Billa Plus aufgrund der besten Auswahl an Bio-Backwaren. Es folgt Hofer auf Platz zwei, Penny belegt den dritten Rang. Die Schlusslichter bilden Lidl auf Platz fünf, gefolgt von Billa. Positiv hervorzuheben ist zudem, dass Billa und Billa Plus seit Februar alle rein pflanzlichen Artikel klar kennzeichnen – ein wichtiger Schritt für die Orientierung der Konsumenten. Greenpeace fordert vom Handel, besonders das Bio-Sortiment bei Snacks und Mehlspeisen massiv auszuweiten und mehr umweltschonende pflanzliche Backwaren in den Backboxen anzubieten. Auch bei der regionalen Herkunft besteht noch großes Potenzial: Obwohl ausreichend Weizen in Österreich vorhanden ist, um die Bevölkerung zu versorgen, stammt das Mehl bei Pizzaschnecken, Apfeltaschen und Co. aktuell nur zu rund 40 Prozent von heimischen Feldern. „Österreich kann sich fast zur Gänze selbst mit hochwertigem Getreide versorgen. Es ist nicht notwendig, dass ausgerechnet bei beliebten Snacks so oft auf Mehl aus dem Ausland zurückgegriffen wird“, sagt Gundi Schachl, Leiterin des Greenpeace-Marktchecks.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am
30.03.2026