Orangensaft: Rohstoffpreise explodieren
Grafik: Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie 2024
Historisch schlechte Orangenernte: Neue Prognosen aus Brasilien deuten auf einen Einbruch um 25 Prozent für die Saison 2024/2025 im Vergleich zum Vorjahr hin. Fundecitrus, der Gesamtverband der brasilianischen Zitruswirtschaft, prognostiziert einen kontinuierlichen Rückgang der brasilianischen Orangenproduktion. Der deutsche Markt reagiert angespannt und mit explodierenden Rohstoffpreisen. Die geschätzten 25 Prozent bedeuten einen Rückgang von rund 1,7 Milliarden Litern und somit etwa vier Liter weniger Orangensaft pro EU-Bürger. Davon geht laut Klaus Heitlinger, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie, aus. Der werde an den Rohstoffbörsen momentan im Vergleich zu Anfang 2022 mit bis zu 150 Prozent Aufpreis gehandelt. Demnach bleibt die Verfügbarkeit von Orangensaft am deutschen Markt kritisch und die Preise verteuern sich voraussichtlich weiter. Zu den Ursachen der schlechten Ernte gehören der Klimawandel und die Krankheit Citrus Greening, die einen Großteil der Orangenbäume im brasilianischen Citrusgürtel befallen hat.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am
25.06.2024