Österreich: Landwirte kaufen Butter weg
Landwirte in Österreich räumten Butterregale leer, um Konsumenten für den Kauf heimischer Ware zu sensibilisieren. Bei der Aktion #gemeinsameinkaufen kauften Mitglieder des Bündnisses Zukunft Landwirtschaft (BZL) am 31. Oktober an acht Standorten heimische Butter auf, in einigen Märkten sogar die gesamten Bestände. Diese verteilten sie samt Flyern an Kunden.
Der Protest richtete sich gegen Lockangebote vor Weihnachten, die den Milchpreis drücken, und das bei gestiegenen Produktionskosten und nach einem Dürrejahr. „Wenn wenige Handelskonzerne den Preiskampf bestimmen, geraten die bäuerlichen Erzeuger zunehmend unter die Räder“, kritisiert BZL-Obmann Ernst Tschida. Tatsächlich teilen Spar, Rewe, Hofer und Lidl knapp 90 Prozent des Geschäfts mit Grundnahrungsmitteln unter sich auf. Mehr als jeder dritte Euro fließt in Aktionsware. Die Landwirte stehen zunehmend mit dem Rücken zur Wand, denn sie bekommen keine auskömmlichen Erzeugerpreise.
Zweites Thema der Aktion: Tiefkühlgemüse aus dem Marchfeld. Das BZL rief zum Kauf auf, damit Ardo seine Verlagerungspläne überdenkt. Mehr zum österreichischen Bio-Markt in der Titelgeschichte der kommenden BIOwelt-Ausgabe (11/2026), die am 6. November erscheint.