Pestizide: Grünes Licht für immer?

Foto: Pixabay/Flydrag 2025
Die EU-Kommission plant, Pestizide unbegrenzt zuzulassen. Bis zum 16. Dezember will sie einen abgestimmten Vorschlag für das sogenannte Omnibus-Pakets vorlegen. Der Entwurf sieht grundlegende Änderungen der EU-Pestizidverordnung (EG) 1107/2009 vor, die verheerende Folgen für Gesundheit, Artenvielfalt und Gewässerschutz haben könnten. Dazu gehört unter anderem, die regelmäßige Neubewertung von Pestizidwirkstoffen abzuschaffen und bereits verbotenen Stoffen längere Übergangsfristen einzuräumen. Dadurch könnten neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in den wichtigen nationalen Zulassungsprozessen künftig ausgeblendet werden. Damit würde – so das Umweltinstitut München – das europäische Vorsorgeprinzip ausgehöhlt: „Wir erleben einen beispiellosen Angriff auf Umwelt, Gesundheit und Natur – unter dem Vorwand, Bürokratie abzubauen“, kommentiert Fabian Holzheid, politischer Geschäftsführer des Umweltinstitutes. „Unbegrenzte Zulassungen und das Ignorieren wissenschaftlicher Erkenntnisse gefährden Europas Errungenschaften im Umweltschutz.“ Die Wissenschaft müsse bei allen Zulassungen der Maßstab bleiben, und die Agrarindustrie dürfe nicht auf Kosten von Menschen und Natur die Regeln bestimmen. Eine Online-Petition des Umweltinstituts gegen die Pläne der EU-Kommission unterzeichneten binnen 24 Stunden mehr als 16.000 Menschen.  
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am 25.11.2025
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