Protestwelle: Wahlfreiheit sichern
Foto: Nick Jaussi 2025
Der Sektor mobilisiert: 130.000 Bürger fordern die Regulierung Neuer Gentechniken. Sie unterschrieben die Petition „Neue Gentechnik: Wahlfreiheit sichern – Risiken vermeiden!“, die am 26. November von den Junglandwirtinnen Pola Krenkel und Nicole Schmitt in Berlin ans Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) übergeben wurde. „Wenn dieser Vorschlag so durchkommt, steht die Zukunft der gentechnikfreien Landwirtschaft und der Umwelt auf dem Spiel. Es droht die Durchpatentierung unserer Lebensgrundlagen", kommentierte Krenkel. Ein breites Bündnis aus Verbänden der Lebensmittelwirtschaft und dem Umweltschutz unterstützte diese Petition. Begleitet wurden die Bäuerinnen von Vertretern von AbL, BÖLW, BUND, BNN, Demeter, Gen-ethisches Netzwerk, Greenpeace, Save Our Seeds und Testbiotech. Bereits am 25. November gab es eine Kundgebung vor der Staatskanzlei in München. Dort forderte das Bündnis Bayern für eine gentechnikfreie Natur und Landwirtschaft die zuständigen Politiker aus Landes- und Bundesebene dazu auf, das bayerische Naturschutzgesetz zu befolgen und im Trilog in Brüssel am 3. Dezember dem Gesetzesvorschlag zur Gentechnik nicht zuzustimmen. Einen offenen Brief schickten zudem die Unternehmen Alnatura, Dennree, dm, Rapunzel und Rewe an die EVP-Abgeordneten Manfred Weber, Jessica Polfjärd und Stefan Köhler. Auch dieses Bündnis fordert den Erhalt der Wahlfreiheit bei Neuen Gentechniken – mit vollständiger Kennzeichnungspflicht, Rückverfolgbarkeit und Koexistenzmaßnahmen.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am
26.11.2025