Rainer schließt Metzgerei: Reiner Zufall?

Foto: BMLEH 2025
Kaum stellt Foodwatch kritische Fragen, macht Agrarminister Alois Rainer seine Metzgerei dicht. Reiner Zufall? Zumindest wirft dies die Frage auf, ob Rainer so die Herausgabe der Kontrollberichte verhindern will. Die Verbraucherschützer ziehen jetzt vor Gericht: Sie klagen gegen das Landratsamt Straubing-Bogen, weil es die Herausgabe der Berichte verweigert hatte. Foodwatch kritisierte die Entscheidung der Behörde als nicht nachvollziehbar. Bürger hätten das Recht zu erfahren, wie es um die Hygiene in Lebensmittelbetrieben aussieht – erst recht, wenn es um den Betrieb des Ministers gehe, der für Lebensmittelsicherheit in Deutschland zuständig sei, so Foodwatch. Die Organisation gibt an, auf Grundlage des Verbraucherinformationsgesetzes am 9. Mai die Kontrollergebnisse der letzten fünf  Jahre von Rainers Betrieb beim zuständigen Landratsamt angefragt zu haben. Rainer erfuhr demnach am 21. Mai von der Anfrage und meldete seinen Betrieb am 27. Mai ab. Rainer habe seine Metzgerei zum 27. Mai abgemeldet und den Gasthof an seinen Sohn übergeben.  Das bestätigte ein Sprecher des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Der Gasthof wird demnach nur für Veranstaltungen genutzt und ist nicht von den Kontrollen betroffen. Rainer habe die Entscheidung zur Aufgabe des Metzgerei-Betriebs schon vor seiner Ernennung zum Bundesminister getroffen, erklärte der Sprecher. Es habe sich abgezeichnet, dass Rainers Sohn den Betrieb nicht weiterführen werde.  
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am 25.07.2025
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