Rote Karte gegen Hass und Hetze
Grafik: Exit 2024
Bioland, Demeter, Naturland und 44 weitere Organisationen stellen gemeinsam ihre Aktivitäten auf X ein. Damit setzt das Bündnis Exit ein Zeichen für eine demokratische und respektvolle Debattenkultur. Begleitet wird der Ausstieg von einer Exit-Woche, in der die Bündnispartner auf ihren Social-Media-Kanälen über die Gefahren von Hassrede informieren. Sie richten sich damit an ihre mehr als 180.000 X-Follower unter dem Hashtag #ByeByeElon. Und das Timing ist gut: Der Startschuss fiel am 18. Juni, dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Internationalen Tag für die Bekämpfung von Hetze. Zum Bündnis gehören Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Landwirtschaft, Menschenrechte und Soziales. Sie reagieren mit ihrem Abschied von X auf die Zunahme von gewaltvollen, diskriminierenden und desinformierenden Inhalten seit der Übernahme der Plattform durch Elon Musk im Oktober 2022. Elon Musk selbst setze – so das Bündnis – Moderation mit Zensur gleich und habe diese daher deutlich zurückgefahren. Unter dem Deckmantel vermeintlicher Meinungsfreiheit würden Konten, die wegen der Verbreitung extremistischer Inhalte bereits gesperrt waren, wieder freigeschaltet.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am
18.06.2024