Schockbilder aus Bio-Schlachthof
Undercover-Aufnahmen aus Tönnies-Schlachthof zeigen erschreckende Szenen: Animal Rights Watch (ARIWA) drehte im März und April in der R. Thomsen EU-Großschlachterei GmbH in Kellinghusen, Schleswig-Holstein. Zu sehen ist, wie noch lebenden Schweinen die Füße abgeschnitten, Tiere geschlagen und fehlbetäubte entblutet werden. Fünf Prozent der hier angelieferten Schweine stammen laut Ökolandbau aus einer Bio-Erzeugung. Was sich marginal anhört, steht für 1.000 Bio-Schweine pro Woche. Ein Großteil stammt aus Biopark- und Naturland-Betrieben. Weiterhin zeigen die ARIWA-Videos den Todeskampf der Tiere mit Atemnot, Panik und Schmerzen. Etwa eine halbe Minute kämpfen die Schweine verzweifelt gegen das Ersticken, bevor sie das Bewusstsein verlieren. Sie schreien, strampeln und schlagen mit ihren Köpfen gegen den Käfig. Die Aufnahmen zeigen den umstrittenen Standard, mit dem rund 80 Prozent aller Schweine im Schlachthof mittels CO2 betäubt werden. „Das ist illegal, was hier passiert, und zeigt den Standard der Branche. Kaum jemand weiß, dass unter solchen Umständen Schweinefleisch produziert wird. Würden solche Videos im Supermarkt laufen, würde das keiner kaufen“, kommentiert Anna Schubert, Sprecherin von ARIWA. Die Tierschutzorganisation erstattete Strafanzeige gegen den Schlachtkonzern Tönnies, heute Premium Food Group, bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Dortmund.