TÜV: Insekten neue Lebensmittel

Pixabay / Hoerwin56 2019
Essbare Insekten wie Käfer, Maden und Termiten zählen für rund zwei Milliarden Menschen weltweit zu den Grundnahrungsmitteln. Hierzulande gelten sie inzwischen als Trend-Lebensmittel. Die Novel Food Verordnung ist auf diese für Europäer neuartige Proteinquelle ausgerichtet und hat damit den Weg für Insekten als Nahrungsmittel in der EU geebnet. TÜV SÜD erklärt, warum Verbraucher von dem neuen Zulassungsverfahren profitieren. Aus ökologischer Sicht sind Insekten anderen tierischen Proteinlieferanten überlegen, weil größere Anteile essbar sind. Bis zu 80 Prozent ihres Körpergewichtes sind für die Ernährung nutzbar. Beim Rind ist es nur ein Anteil von 40 Prozent, bei Hühnern 55 Prozent. Zudem ist bei der kommerziellen Haltung von Insekten der Flächen- und Futterverbrauch vergleichsweise gering gegenüber anderen Nutztieren. Um die gleiche Proteinmenge aus Insekten zu erzeugen, werden im Vergleich zu herkömmlichen Fleischarten nur etwa ein Hundertstel der Treibhausgase emittiert. Rechnet man die nicht verdaulichen Teile wie Beine und Chitinpanzer ab, sitzen die Nährstoffe überall im Fleisch der Tiere. Rund 1.900 Insektenarten gelten als essbar. Ihr Nährstoffgehalt ist ähnlich dem von Fisch und Fleisch: Insekten haben viele Vitamine, hohen Eiweißgehalt und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. 100 Gramm Raupen, Schmetterlingslarven oder Larven von Motten decken zirka drei Viertel des täglichen Eiweißbedarfes und 100 Prozent des täglichen Bedarfes an einigen Vitaminen.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am 11.03.2019
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