Unverpackt: Bio-Supermärkte sind Vorreiter
Bio-Supermärkte nehmen eine Vorreiterrolle ein: Der konventionelle LEH hinkt hinterher. Das zeigte der diesjährige Verpackungscheck der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Wie bereits im Vorjahr, erhielten Bio Company, Alnatura und Denns erneut eine grüne Karte von der Umweltorganisation. Heißt: Die Unternehmen schöpfen ihre Möglichkeiten der Abfallvermeidung in den Filialen weitestgehend aus. Bio Company wurde bereits zum fünften Mal mit der grünen Karte ausgezeichnet. Der Berliner Biohändler punktete vor allem beim Obst und Gemüse – hier waren 79 Prozent der Ware unverpackt. Auch für das Mehrwegangebot an den Frischetheken vergab die DUH Pluspunkte an Bio Company. Anders sieht es bei den getesteten Discounter aus. Die DUH erkennt auch im fünften Jahr der Überprüfungen kaum Fortschritte. Rote Karten erhielten Netto, Norma, Penny als auch Aldi Nord und Süd. Teilweise verzeichneten sie sogar mehr Verpackungen als im Vorjahres-Test. Gelbe Karten gingen an die Vollsortimenter Edeka, Rewe und Kaufland. Seitens der DUH heißt es: „Nur die Biosupermärkte schaffen im Gesamtergebnis eine grüne Karte und zeigen, dass weniger Verpackungen und Mehrweg möglich und praktikabel sind.“
Die DUH besuchte von April bis August 2026 insgesamt 48 Läden in Deutschland und überprüfte, welche Märkte Maßnahmen zur Verpackungsvermeidung umsetzten. Der Fokus lag unter anderem auf dem Verkauf von unverpacktem Obst und Gemüse oder dem Einsatz von Mehrwegverpackungen.