Ohne Einfluss auf Milchmenge und Methan
Foto: Pixabay/Pete Lintforth 2025
Mehr Milch, weniger Methan? Nein: Vielfältige Weiden wirken sich weder auf die Milchmenge noch auf die Methan-Emissionen aus, die Kühe vor allem beim Rülpsen ausstoßen. Zu diesem Ergebnis kommen Forschende der Uni Göttingen. In einer Meta-Analyse nahmen sie 16 Studien unter die Lupe – mit überraschendem Ergebnis: Es ist vor allem der Anteil an Leguminosen wie Lupinen oder Klee, der die Milchleistung beeinflusst. Die Forschenden verglichen artenreiche Weiden mit einer breiten Mischung aus Gräsern und Kräutern mit weniger vielfältigen Flächen. Der entscheidende Faktor für die Milchmenge war allein der Anteil an eiweißreichen Hülsenfrüchten, so das Forschungsteam. Studienleiter Martin Komainda relativiert jedoch: Die Untersuchungen dauerten jeweils lediglich zehn Tage. Dadurch seien Faktoren wie Schwankungen innerhalb und zwischen Jahreszeiten und Jahren nicht hinreichend beleuchtet worden. Artenvielfalt im Weideland lohnt sich dennoch: „Betriebe sollten die Vorteile vielfältiger Grünlandflächen im Hinblick auf die Gesamtproduktivität und Ökosystemleistungen berücksichtigen, anstatt unmittelbare Verbesserungen bei der Milchproduktion oder Methan-Reduktion zu erwarten“, so Komainda.
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Autor
Heike van Braak
Veröffentlicht am
06.10.2025