Naturland: Räder gibt Entwarnung
Eine Abfindung in horrender Höhe stand nie zur Diskussion: Eberhard Räder gibt Entwarnung. Die Gemeinnützigkeit von Naturland sei außer Gefahr, so der neue Präsident des Anbauverbandes. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir relativ zeitnah eine gütliche und gerichtlich abgesicherte Einigung erreichen werden“, so Räder. „Streit kommt in den besten Familien vor. Für mich ist es wichtig, den Streit beizulegen und gestärkt daraus hervorzugehen.“ Ist die Abfindung von 675.000 Euro – die laut Süddeutscher Zeitung fällig sein sollte – also vom Tisch? „Eine solche Abfindung wird es nicht geben. Das stand auch in den Gesprächen mit Steffen Reese nie zur Debatte“, so die deutliche Antwort des neuen Präsidenten. Leer ausgehen wird Reese jedoch nicht: „Die Abfindung wird sich im Rahmen dessen befinden, was nach 27 Jahren Geschäftsführertätigkeit normal und üblich ist.“ Einen genauen Zeitplan für die Einigung kann Räder noch nicht nennen: „Wir dürfen nichts übereilen. Die Einigung muss vor allem rechtssicher sein“, betonte Räder. Damit sei der finanzielle Schaden abgewendet und somit auch Naturlands Gemeinnützigkeit nicht gefährdet. Auslöser für die Naturland-Krise war die Kündigung des langjährigen Geschäftsführers Reese und die Umstände seiner Vertragsverlängerung zum Jahresbeginn. Reese prägte mehr als 20 Jahre mit seiner Expertise Naturland – der Verband trennte sich Anfang August nach einer Freistellung endgültig von seinem Geschäftsführer.
Der neue Naturland Vorstand v. l. : Eberhard Räder, Moritz Reimer, Udo Rumpel, Jörg Hansen, Isabell von Oertzen und Zeno Piatti-Fünfkirchen.


