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Drei Schwestern, zwei Märkte, eine Marke Schon der Parkplatz vor dem neuen Biomichl in Murnau verrät viel über die Kundschaft. Tesla neben Polo, Firmenbulli neben Familienvan. Drinnen greifen junge Eltern zu Gemüse, während zwei Rentnerinnen an der Käsetheke plaudern. Im Bistro treffen zur Mittagszeit Anzugträger auf Handwerker. „Unsere Zielgruppe ist extrem breit“, bestätigt Ricarda Sendl. „Vom Bauarbeiter bis zum Unternehmer kommen eigentlich alle – zum Einkaufen, Kaffeetrinken oder Mittagessen.“ In den Sommermonaten gesellen sich zahlreiche Touristen hinzu. Rund 48.000 Übernachtungsgäste und etwa eine Million Tagesbesucher zieht die kleine Markt- gemei…
Geteilte Ernte „Der Stall ist unser erweitertes Wohnzimmer.“ Timo Funke steht im offenen Laufstall zwischen Pommern- und Wallachenschafen. Aufmerksam beobachtet er die Tiere, die in den nächsten Stunden und Tagen ihre Lämmer zur Welt bringen. Dazwischen picken Hühner im Stroh, ein schwerer Kaltblüter schaut gelangweilt zu – Idylle pur. Auf dem Hof leben bis zu 300 Hühner, 60 Mastschweine, eine 15-köpfige Mutterkuhherde und zwei Milchkühe, die Funke noch eigenhändig melkt. Das gehört für ihn genauso dazu, wie die Herstellung von Käse und Joghurt oder von Gelee, Saft und Tinkturen. „Unser Anspruch ist es, weitgehend von dem zu leben, was der Betrieb hergibt. Gemüse un…
Buntes Berliner Bio Nur wenige Meter vom S-Bahnhof Lichtenrade entfernt öffnet sich das urbane Quartier mit der Alten Mälzerei als Herzstück. Roter Backstein trifft Industriecharme – moderne Stadtent- wicklung bettet historische Bausubs- tanz ein. Hinter einer Freifläche gut sichtbar: der Bio-Frischemarkt Grünschnabel. Auf der großen Fensterfront wirbt er für Faires und Regionales, Wein und Feinkost, aber auch für Naturkosmetik. Hinter wuchtigen Mauern wartet ein modernes Ladendesign – warme Grün- und Brauntöne, Hinweise in geschwungener Schreibschrift, viel Holz und noch mehr Atmosphäre.
Ruhepol in unsicheren Zeiten „Unsere Heimat ist der Martinshof“– die Botschaft prangt in einer großen Sprechblase im Schaufenster. Darunter: drei Ziegen. Sie sind ein elemen- tarer Teil der mittlerweile 40-jährigen Geschichte des Martinshofs, einem mittelständischen Bio-Unternehmen mit eigener Ziegenmolkerei, Bio- Metzgerei, Lieferdienst sowie Hof- und Stadtladen. Bereits ab elf Uhr füllen sich im Saarbrücker Stadtladen die Bistro-Tische, Gäste studieren die Mittagskarte. Nur wenige Schritte weiter: sorgfältig arrangiertes Obst und Gemüse sowie die zentral im Laden, als offener Halbkreis eingerichtete Weinabteilung.
Bio aus Bürgerhand Als Ahlens einziger Bio-Laden im Juli 2023 schloss, drohte ein Stück Vielfalt verloren zu gehen. Für die Stammkunden Michael Leifeld und Raimund Balmes undenkbar: „Das konnten wir nicht hinnehmen“. Kurzerhand entschieden sie, den Laden am gleichen Standort wiederzubeleben – mit zwei weiteren Mitstreitern, Detlef und Hans-Josef Birk, einem neuen Konzept und der Idee eines breit aufgestellten Bürgerprojekts. Seit Mai 2024 betreiben sie nun den Bio-Laden Grasgrün. Mehr als 30 stille Gesellschafter legten dafür den Grundstein. Sie stellten Kapital zur Verfügung, ohne Renditeanspruch, aber mit einem klaren Ziel: Ahlen soll seinen Bio-Laden behalten.
Bios zarteste Versuchung Alter Schwede: Kaum mutiert die Zimtschnecke zum Szenegebäck, greift Ecofinia den Trend auf. Die Ideenschmiede entwickelt flugs ein Rezept für vegane Schokolade, die an den Geschmack der hippen Schnecke aus dem hohen Norden erinnert. Hier entsteht auch die Dubai Schokolade 2.0 von Vivani: Die Tafel Espresso Pistacchio aus mildem Panama Kakao und gerösteten Pistazienstücken kommt ohne raffinierten Zucker aus. Den Sortiments-Klassiker Weiße Vanille mit echter Bourbon Vanille kürte Schoko-Papst Georg Bernardini sogar zur weltweit besten weißen Schokolade. Woher stammen nur all diese Ideen? „Wir gehen mit offenen Augen durch die Welt.…





