Aktuelle Ausgabe | BIOwelt

Keine krummen Dinger?

 

Glück kann so klein sein. Allein das Gefühl, es wieder zu können. Rausgehen, in einen Biergarten setzen und zwischen lauter Menschen an einem Gläschen Rosé nippen. Endlich wieder zurück zur alten und doch neuen Normalität.

Endlich bewegt sich was. Auch in der Klimapolitik. Getrieben von einem Urteil aus Karlsruhe und einer toughen Frau, die gerne in Merkels große Fußstapfen treten würde. Egal: Endlich bewegt sich was, wenn auch in kleinen Trippelschritten und noch ohne konkreten Maßnahmenkatalog. Nach der Berliner Holterdiepolter-Aktion folgen nun jedoch die erste Rufe nach einer fairen Kostenverteilung. Klar, Klimaschutz gibt es nicht zum Nulltarif. Jeder muss in dieses Konto einzahlen – endlich. Das geht schon los bei einem bedachteren Umgang mit Lebensmitteln. Zu viel wandert in die Tonne, und zu viel gelangt erst gar nicht in den Handel. Und der steht nur auf Obst und Gemüse, wenn es schön uniformiert und ziemlich gerade nebeneinanderliegt. Wie aber steht der Naturkostfachhandel zu krummen Dingern? Ab Seite 22.

Große Ziele setzt sich indes Ecotone: Das französische Unternehmen hat den europäischen Bio-Markt fest ins Visier genommen und peilt einen Umsatz von einer Milliarde Euro an. Die deutsche Tochter Allos übernahm erst jüngst das Start-up Little Lunch, das mit 30 Prozent Wachstum locker auf der Überholspur bleibt. BIOwelt sprach mit Allos-Geschäftsführer Eike Mehlhop über Namen und Nachhaltigkeit, Expansion und Exklusivität. Ab Seite 30.

Eine Frau hat die Wahl bereits geschafft: In große Fußstapfen tritt ab November Tina Andres. Sie übernimmt beim Bio-Spitzenverband BÖLW den Vorstandsposten von Dr. Felix Prinz zu Löwenstein. Ob er es schafft, künftig etwas kürzer zu treten? Eher unwahrscheinlich. Tina Andres jedenfalls wird es rocken und sich für die BÖLW-Ziele stark machen. BIOwelt sagt herzlichen Glückwunsch! Bei der BÖLW-Jahrestagung gab der Verband mit seinen Stellschrauben für die Transformation schon mal
die Richtung vor. Ab Seite 34.

Vor den Toren Wuppertals traf BIOwelt noch einen Pionier, dem es nicht in die Wiege gelegt wurde, mal stillzustehen: Andreas Jäger fährt mit seinem Naturkostfachgeschäft Hof Sondern mehr Umsatz ein als viele Supemärkte. Ohne Bios Werte aus den Augen zu verlieren, aber mit wachem Blick über den Tellerrand. Ab Seite 38.

Einen weiteren Abstecher machte unsere Redaktion nach Hamburg zu einer der größten Solidarischen Landwirtschaften Europas: Der Kattendorfer Hof, 450 Hektar groß und 1.000 Mitglieder stark, belegt eindrucksvoll: Gelegenheit macht nicht nur Liebe, sondern manchmal auch Ladner. Ab Seite 42.

Viel Spaß beim Lesen!

Ihre Heike van Braak

Aus dem Inhalt

Smarter fahrenund leise sparen
Foto: Pixabay_AKrebs-3585681

Smarter fahren
und leise sparen

MOBIL SPECIAL • Der Markt kommt ins Rollen: Noch vor wenigen Jahren war es fast unmöglich, einen rein elektrischen Lieferwagen zu bekommen. Doch aktuell boomt das Angebot der leisen, smarten Elektro-Transporter, und kaum ein Hersteller lässt sich das Geschäft entgehen. Bei Umsteigern gelten nicht nur geringere Emissionen als Anreiz – auch Umweltbonus und Prämien locken.
Mit wachem Blicküber den Tellerrand
Foto: BIOwelt/ Heike van Braak 2021

Mit wachem Blick
über den Tellerrand

MACHER • Er ist einer, der sich umschaut, viel liest und nie stillsteht. Mit wachem Blick sieht er auf das, was konventionelle Wettbewerber auf die Beine stellen, zollt ihnen Respekt und lernt. Andreas Jäger ist aber auch einer, der locker als Pionier durchgeht. Er vertritt Bios Werte ebenso sicher wie er sein Naturkostfachgeschäft Hof Sondern führt.
ImInvestitionsmodus
Foto: Allos Hof-Manufaktur 2021

Im
Investitionsmodus

INTERVIEW • Die Muttergesellschaft der Allos Hof-Manufaktur hat sich große Ziele gesetzt: Das französische Unternehmen Wessanen trägt jetzt - 255 Jahre nach seiner Gründung – den Namen Ecotone und will damit in Europa ein Zeichen setzen. Die Mission dahinter ist ein Eckstein – der angepeilte Umsatz auch: eine Milliarde Euro.