Mehr Funky-Faktor
Schöne neue Welt – Aldous Huxley schuf sie einst in seiner Anti-Utopie, die sozialen Medien inszenieren sie heute auf Hochglanz neu. Im Nur-malschnell-gucken-Loop verlieren wir online nicht nur Zeit, sondern schnell auch den Bezug zu dem, was in der Realität tatsächlich geht. Da sieht alles schick aus, schmeckt geil und macht superfit. Influencer posten, was die Next Gen kauft.
Doch was funky rüberkommt, entpuppt sich mitunter als echter Konsumschrott.
Doch wie viel Funky-Faktor braucht Bio, um die Next Gen abzuholen? Biovista kommt auf bis zu 4.000 neue Bio-Artikel im Fachhandel pro Jahr – doch selbst die Umsätze der Top-Neuprodukte fallen eher bescheiden aus. Fehlt es der Branche also doch an Innovationskraft? Und was ist eigentlich innovativ? Einmal Instagram & Co rauf und runter reicht da nicht für den großen Durchblick, denn online
gibt es jede Menge Konsumschrott. Das sagen Boris, Jacob und Jurek Voelkel. Die drei Brüder gehören zu jenen Herstellern, die Trends aufgreifen, bevor sie durchgenudelt sind. Und sie erzählen, warum sie so oft den richtigen Riecher haben. Ab Seite 18.
Wer stehenbleibt und nur Produkte und Werbemaßnahmen entwickelt, die es im LEH bereits gibt, kommt nicht weiter – so deutlich spricht es Dirk Siemenowski aus. Die TV-Show Höhle der Löwen belege, dass Innovationen durch die Decke gehen. BIOwelt sprach mit dem Gründer von Foodie & Friends über Pfeffer und Plastik, den Naturkostfachhandel und das Nadelöhr Großhandel.
Ab Seite 24.
Junge Bios bringen ein riesiges Potenzial mit, wenn es um Innovationen geht. Sie schauen dabei nicht nur auf Produkte aus einer anderen Perspektive, sondern auch auf Strukturen und Prozesse. Auf der Biofach sprach die junge Generation im neuen Format Volume up for Young Voices über das, was ihre Innovationskraft ausbremst. Jetzt geht es um Wege, damit ihre Kraft an Fahrt gewinnt.
Ab Seite 30.
Für diese Ausgabe von BIOwelt besuchten wir den Bio-Frischemarkt Grünschnabel in Berlin. Und wir lernten dort den Ladner Jakob Marquard kennen, dem es immer auch darum geht, so effektiv wie möglich zu arbeiten, ohne Persönlichkeit zu verlieren. Dafür setzt er unter anderem auf digitale Etiketten, um mit einem Klick die Preise am Regal und in der Kasse zu ändern. In der Kornmühle in Herne stemmen sich gerade drei Frauen gegen Konkurrenz, Bürokratie und schwankende Nachfrage. Ab Seite 36.
Viel Spaß beim Lesen!
Ihre Heike van Braak
