Aktuelle Ausgabe | BIOwelt

Essen 2030

 

Nachrichten von Lidl, Edeka, Rewe & Co trudeln derzeit gleich dutzendweise bei
uns ein. Die Gurke gibt es nur noch hüllenlos, Leberkäse in der Pappschale statt
in Alu, Joghurts tragen nur noch einen Deckel, und Siegel versprechen den
Verzicht von Mikroplastik. LEH und Discount trommeln mit Nachhaltigkeit – aber
auch für Nachhaltigkeit? Ein Schelm, wer sich Böses dabei denkt, dass Lidl-Gründer
Dieter Schwarz gerade den Sprung an die Spitze der reichsten Deutschen geschafft hat.
Aber egal – Fakt ist: Wir müssen etwas ändern und irgendwo anfangen. Trippelschritte
in die richtige Richtung also.

Doch für eine echte Wende braucht es mehr. Große Schritte, gravierende Veränderungen.
Auch und vor allem, wenn es um unsere Ernährung geht. Denn bis 2050 benötigen wir
nach einer Prognose der UN-Welternährungsorganisation weltweit 265 Millionen Tonnen
Protein pro Jahr zusätzlich. Wie diesen Bedarf decken? Und was essen wir in Zukunft?
BIOwelt wirft einen Blick auf das Jahr 2030, auf pflanzenbasierte Produkte, Insekten,
In-Vitro-Fleisch und was der Markt ansonsten noch so alles in petto hat. Ab Seite 16.

Ein Jahr ist es jetzt her, dass Bioland eine ungewöhnliche Partnerschaft einging – und
dafür Kritik von allen Seiten erntete. BIOwelt wollte wissen, wie die Branche heute
darüber denkt und verschickte mit einem Newsletter eine Umfrage an die Leser. Die
Antworten fielen nicht so eindeutig aus, wie Schlagzeilen rund um den „Sündenfall im
Bioland“ es vielleicht vermuten lassen. Ab Seite 22.

Dass Treue niemals einseitig sein kann – davon ist Tankred Kauf überzeugt. Der
Campo Verde-Chef sprach mit BIOwelt über Prinzipien und Philosophie, Kaufland
und Klimawandel. Und Tankred Kauf erzählt auch von einer Partnerschaft auf
Augenhöhe und einem großen Selbstverständnis, das im Naturkostfachhandel über die
Jahrzehnte gewachsen sei. Ab Seite 24.

Um Kooperationen auf Augenhöhe geht es auch in unserem nächsten Beitrag. Diesmal
im Fokus stehen allerdings Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften und vehemente
Verfechter eines innovativen und zukunftsfähigen Naturkostfachhandels. Sie streben
nach neuen, schlüssigen Regionalkonzepten, weil alles andere ökologisch nicht
vertretbar sei. Ab Seite 30.

Last but not least war BIOwelt noch zu Gast bei einem Grandseigneur der Bio-Branche:
Bernd Weiling lud zur 28. Messe, und mehr als 1.600 Fachbesucher kamen. Während
sich im Zelt vieles um Verpackungen und die Reduzierung von CO2 drehte, hielt sich
Bernd Weiling bescheiden im Hintergrund. Für ein Gespräch mit unserer Redaktion
nahm er sich jedoch Zeit. Dieses Wochenende in Coesfeld war eine gelungene Einstimmung
auf einen goldenen Messe-Herbst. Ab Seite 50.

Die nächste Ausgabe der BIOwelt erscheint am 4. November 2019.

 

Ihre Heike van Braak

Aus dem Inhalt

ESSEN 2030
Foto: ckstockphoto / pixabay.com 2019 / 4402812

ESSEN 2030

TITEL • Innovationsglanz ist der Feenstaub für den Handel. Ein Blick in die Zukunft: Was essen wir ihn zehn Jahren? Algen, Insekten und In-Vitro-Fleisch?
Treue kann niemals einseitig sein
Foto: Campo Verde 2019

Treue kann niemals einseitig sein

INTERVIEW • BIOwelt sprach mit Tankred Kauf, Geschäftsführer von Campo Verde, über Prinzipien und Philosophie, Kaufland und Klimawandel.
Mut zu mehr Kooperation
Foto: Xäls 2019

Mut zu mehr Kooperation

MACHER • Die Debatte um neue Kooperationen wird in der Bio-Branche derzeit lebhaft geführt. Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften (EVG) sind eine Möglichkeit, Akteure verschiedener Wertschöpfungsstufen auf Augenhöhe miteinander zu vernetzen.