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    Für neue Lebenswege  Es riecht nach frisch gebackenem Brot, nach Kaffee und reifen Tomaten. An der Kasse plaudert ein Kunde über den neuen Jahrgang regionaler Bio-Weine, im Bistro klappern Teller. Wer den Bio-Laden Natürlich in Ingelheim betritt, steht nicht in irgendeiner anonymen Filiale, sondern in einem Markt, der zugleich als Einkaufsort, Treffpunkt und Arbeitsstätte für Menschen mit und ohne Einschränkungen dient. Vor zwölf Jahren eröffnete die Gesellschaft für psychosoziale Einrichtungen Mainz gGmbH (Gpe) den Bio-Markt im rheinland-pfälzischen Ingelheim. Als Inklusionsbetrieb bietet er für gut ein Dutzend Beschäftigte nicht nur einen sicheren Arbeitsplatz, so…

    Auf Profilsuche „Wir haben harte Zeiten hinter uns.“ Alexander Worms sitzt an einem der Bistrotische im Bio Marché Naturata Esch-Belval im Südwesten Luxemburgs, keine hundert Meter von der Grenze zum Nachbarland Frankreich entfernt. Zusammen mit Kollegin Jutta Serwas führt er seit gut einem dreiviertel Jahr die Geschäfte des luxemburgischen Bio- Filialisten. Innerhalb von nur drei Jah- ren brachen die Umsätze um mehr als ein Viertel ein. Von gut 45 Millionen Euro im Jahr 2020 stürzte der Jahres- umsatz auf rund 33 Millionen Euro im Jahr 2023 ab – bei konstanten Kos…

    Handeln, was die Welt braucht „Ich verstehe den Planeten nicht mehr. Wir alle wissen von der Klimakrise und handeln nicht entsprechend“. Ein wenig resigniert klingt Lutz Größel schon, wenn man ihn fragt, was ihn derzeit umtreibt. Schließlich sieht der Bio- Händler seine Hauptaufgabe als Vermittler zwischen Ökolandbau und Endverbrauchern, als Kommunikator. Ein Job, der sich nicht selten nach Sisyphusarbeit anfühlt – aktuell vielleicht mehr denn je. In Köln, Siegburg, Recklinghausen und Burscheid betreibt Größel gemeinsam mit Sebastian Zimmermann und Matthias Latz fünf Naturata-Märkte, zwei Fachgeschäfte für ökologische Kindertextilien und pädagogisch wertvolles Holzs…

    Eine Mühle für Werte Kilometer um Kilometer führt der Weg vorbei an Rebstöcken, eingebettet in hügelige Landschaft. Nirgendwo in Württemberg stehen so viele Reben wie rund um Brackenheim, rund 40 Kilometer südlich von Stuttgart. Doch in dieser Weinhochburg lassen sich nicht nur edle Tropfen wunderbar verkosten – hier entstehen auch Produkte der Spielberger Mühle. „Müller ist ein durch und durch technischer Beruf, gleichzeitig ist Müllerei das älteste Handwerk überhaupt.“ Volkmar Spielberger hält sich nach der Begrüßung nicht lange auf mit Floskeln. Ihm geht es um Inhalte, um ein stetes Weiterkommen.

    Mehr Spielraum „Eigentlich fing ich als Aushilfe hier im Füllhorn-Markt an – das ist jetzt schon mehr als acht Jahre her.“ Philipp Haake steht in seiner großen Obst- und Gemüseabteilung und blickt sich aufmerksam um. Er greift zu den Äpfeln, sortiert einen mit geübtem Griff aus. Offenbar hat Haake eine kleine Delle entdeckt. „Hier muss alles absolut frisch sein“, sagt er. „Einen Großteil beziehen wir von drei Bauern, hinzu kommen vielen kleinere Erzeuger aus der Region. Lesen Sie mehr...

    ,,Der Hofladen ist mein Leben'' Die rote Backsteinfassade im Ortskern von Ummendorf fällt direkt auf. Davor füllen Holztische und passende Stühle die große Terrasse, die gläserne Eingangstür öffnet sich fast im Minutentakt. Es ist Freitag, Kunden von Steigmillers Bio-Hofladen kaufen fürs Wochenende ein. Nicht alle kommen aus dem knapp 4.000 Seelen-Ort, viele wohnen in Biberach oder im 38 Kilometer entfernten Memmingen. 45 Minuten sind sie für diese Strecke durchs Allgäu locker unterwegs. „Als Denns in Biberach einen Markt eröffnete, merkten wir das vielleicht vier Wochen lang. Dann war alles wie immer.“ Fabian Steigmiller – blond und hochgewachsen, Jeans und weiße T…