Agrarhaushalt: Öko-Forschung sichern
Viele Bio-Verarbeiter stehen vor massiven Rohstoff-Engpässen. Der BÖLW fordert deshalb die Koalition auf, die Öko-Forschung zu sichern. Sie soll in ihren laufenden Beratungen des Agrarhaushalts für 2026 ihren Kurs in Sachen Bio korrigieren und damit in Einklang mit dem Koalitionsvertrag bringen. „Forschung und Entwicklung im Ökolandbau kommen allen Höfen und Unternehmen in Deutschland zugute“, so Peter Röhrig, geschäftsführender BÖLW-Vorstand. Der Kabinettsentwurf des Haushalts sieht drastische Kürzungen bei der bisher schon unterrepräsentierten Öko-Agrarforschung vor. Geplant ist, die Mittel für die Öko-Forschung, die Ackerbaustrategie, das Programm ‚Proteine der Zukunft‘ und die Eiweißstrategie in einem Topf zusammenzufassen und in der Summe von 67 Millionen Euro (2025) auf 54 Millionen Euro zu schrumpfen – ein Rückgang um 20 Prozent. Die für längerfristige Projekte entscheidenden Verpflichtungsermächtigungen sollen sogar von bisher 50,9 Millionen auf nur noch 38,6 Millionen Euro zusammengestrichen werden (ca. 25 Prozent).
Aktuell haben viele Bio-Unternehmen massive Probleme, genügend Bio-Rohstoffe aus Deutschland zu bekommen. Einerseits versperren schlechte Rahmenbedingungen in Bund und Ländern interessierten Höfen den Weg zur Umstellung, andererseits mangelt es auch an Forschung zur Weiterentwicklung von Bio.


