BÖLW: Bio in der EU einfacher machen
Bio soll einfacher werden, die hohen Standards der EU-Öko-Verordnung jedoch erhalten bleiben. Das sieht eine Roadmap der EU-Kommission vor. Der BÖLW fordert jetzt vom Europäischen Parlament, sie zügig umzusetzen. Der Dachverband begrüßt den am 16. Dezember 2025 vorgelegten Vorschlag zur Öffnung der Öko-Basisverordnung 2018/848. Er beschränke sich auf wenige gezielte Änderungen und greife wichtige Anliegen des Bio-Sektors auf. Sie betreffen die Kennzeichnung von Importwaren, Gruppenzertifizierung, Einzelhandelskontrollen und Fragen der Öko-Tierhaltung wie Auslaufüberdachung für Rinder und Schweine sowie eine flexiblere Regelung der Weidepflicht. Der Vorschlag will die klare Kennzeichnung von Bio-Produkten auch bei gleichwertigen Importen sichern, Unterbrechungen im internationalen Handel vermeiden und die Komplexität der Öko-Verordnung an einigen wichtigen Punkten verringern, um die Wettbewerbsfähigkeit des Bio-Sektors zu erhöhen und seine Resilienz stärken. „Die Kommission hat sinnvolle Vorschläge gemacht, die Bio-Betrieben in ganz Europa entgegenkommen. Jetzt hat das Europäische Parlament die Chance, punktuelle Verbesserungen nachzulegen, die das Vertrauen in Bio stärken und praxistaugliche Regeln sichern“, kommentiert Peter Röhrig (Foto), geschäftsführender Vorstand des BÖLW. „Dafür ist entscheidend, dass die Parlamentarier sich auf zentrale Punkte beschränken und ein schnelles Gesetzgebungsverfahren umsetzen.“ Der Änderungsprozess müsse in den nächsten Monaten abgeschlossen werden, damit der Bio-Markt nicht unter fehlender Rechtssicherheit leide.


