Frischer Frühjahrs-Auftakt der BioMessen
Türöffner für Bio: Mit Spannung blickte die Branche nach Leipzig, doch die Premiere gelang den BioMessen: Fast 4.000 Besucher kamen am 11. und 12. April zur BioOst. Die 182 Aussteller belegten die Halle 5 nicht bis auf den letzten Meter, aber besonders am zweiten Tag füllten sich die Reihen. Zwar wies die Zahl der Fachbesucher ein leichtes Minus von 1,2 Prozent auf, doch insgesamt legte die Besucherzahl um 126 Prozent zu. Allein daran, dass die Messe sich erstmals über zwei Tage erstreckte, lag das wohl nicht. So kamen insgesamt 3.930 Besucher, davon zählten 1.710 zum Fachpublikum. Das steht für einen Anteil von 43,5 Prozent. Darunter mischten sich 2.220 Endverbraucher, die zum Teil von der parallel stattfindenden Landwirtschaftsausstellung Agra rüberschlenderten. Allein am Samstag besuchten 1.580 Menschen die BioOst. Am Sonntag gesellten sich zu 1.230 Fachbesuchern insgesamt 1.120 Endverbraucher. Sie machten einen Anteil von 47,7 Prozent aus. Auffällig dabei: Das Interesse an Podiumsdiskussion und Kochshows fiel eher gering aus – im Fokus stand der Genuss von leckeren Bio-Produkten. Das Fazit der Aussteller: überwiegend positiv – kritische Stimmen gab es nur wenige.
Auf der BioWest blieben Fachbesucher eine Woche später unter sich: Lebendig ging es in Düsseldorf dennoch zu: Die 198 Aussteller freuten sich über gute Frequenz und ergiebige Gespräche. 2.083 Besucher kamen am 19. April und informierten sich über Neuigkeiten, probierten und trafen ihre Lieferanten. Im Fokus der BioWest stand diesmal der intensive Austausch an den Ständen. Spannende Impulse boten jedoch auch die Veranstaltungen: Simon Döring, SDServices, und Fabian Ganz, Biovista, stellten aktuelle Branchenzahlen vor. In der anschließenden Podiumsdiskussion saßen sie gemeinsam mit Kathrin Jäckel, BNN, Andreas Hartkorn, Hartkorn Gewürzmühle, und Alexander Vollbach, Niyok, auf dem Podium. Eigentlich hatte sich die erneut von Detlef Harting moderierte Runde das Thema gesetzt, wie mehr Menschen von Bio zu begeistern wären. Angesichts der Abwesenheit des Bio-Handels im Publikum konzentrierten sie ihre Diskussion spontan auf das Thema, wie der Handel stärker für das Thema Kommunikation zu begeistern werden kann.
„Wir freuen uns natürlich sehr über den Zuspruch für die BioWest in Düsseldorf”, sagt BioMessen-Veranstalter Matthias Deppe. „Wir sehen an den Zahlen, dass die BioMessen trotz der anhaltend herausfordernden wirtschaftlichen Gesamtsituation für die Branche gesetzt sind. So blieb in Düsseldorf die Gesamtstandfläche trotz eines leichten Rückgangs bei den Ausstellerzahlen nahezu gleich.” Für 2027 wollen die Veranstalter nun erst einmal Zahlen und Umfragen beider Messen auswerten und sorgfältig Bilanz ziehen. Im Herbst folgen zunächst am 27. September die BioSüd in Augsburg und die BioNord am 11. Oktober in Hamburg. Sie finden gewohnt als reine Fachmessen statt.


