Erstmals mehr Kartenzahlung als Bargeld
Bargeld verliert an Beliebtheit – vor allem im Lebensmittelhandel. Von 56 auf 46 Prozent sank der Umsatzanteil, den Discounter mit Münzen und Scheinen machten. Als Vergleichszeitraum wählte das Forschungsinstitut EHI die ersten neun Monate 2019 und 2020. Treiber der Entwicklung sei damit der LEH, dort zeigte sich die Entwicklung am deutlichsten. Im gesamtem Einzelhandel verlor Bargeld um fünf Prozentpunkte. Der Handel steht damit an einem Wendepunkt: Erstmals zahlten mehr Verbraucher mit Karte als mit Bargeld. Allen voran: die Girokarte. Bei fast der Hälfte aller Einkäufe zückten Kunden das Stück Plastik. Kreditkarten verbuchten nur leichten Zuwachs von 7,6 auf 8,4 Prozent. Dazu gehören auch Apps wie Apple Pay oder Google Pay. Auslöser für den Umstieg auf Kartenzahlungen sind die Pandemie und Hygienevorschriften. Zahlreiche Händler bitten Kunden darum, bargeldlos zu bezahlen. Außerdem haben viele Banken die Limits der Girokarten von 25 auf 50 Euro erhöht. Das EHI geht davon aus, dass der Trend auch nach der Coronakrise anhält.


