Stress in der Borchert-Kommission
Der Konflikt war vorprogrammiert – jetzt krachte es offenbar in der Borchert-Kommission. Online war die Schlagzeile zu lesen, dass der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) der Agrarministerin Julia Klöckner damit drohe, auszusteigen. Doch so weit scheint der Unfrieden dann doch nicht zu gehen: „Denn wir haben großes Interesse, der Kommission zum Erfolg zu verhelfen und die Tierhaltung umzubauen“, kommentierte BÖLW-Geschäftsführer Peter Röhrig prompt. An Kritik sparte er dennoch nicht: „Wir drängen schon länger darauf, dass die Beschlüsse der Borchert-Kommission umgesetzt werden“, so Röhrig. Es sei jedoch zu erkennen, dass von Seiten des BMEL gegen die Beschlusslage gearbeitet und die Finanzierung für den Umbau der Tierhaltung auf die lange Bank geschoben werde. Zudem habe die Borchert-Kommission beschlossen, dass sich die höchste Stufe der Tierhaltung an den gesetzlichen Bio-Vorgaben orientiert. Röhrigs Kritik: „Das BMEL setzt sich allerdings dafür ein, dass die Standards für die Sauen- und Schweinehaltung deutlich darunterliegen sollen. Damit kündigte Klöckner aber die Pläne der Kommission auf.“


