GLS Bank gibt Taxonomie glatte Sechs
Nur Greenwashing: Eine glatte Sechs attestierte die GLS Bank der Taxonomie. Die europäische Regierung vergebe eine historische Chance, ein vertrauenswürdiges Siegel für nachhaltige Geldanlagen und zukunftsweisende Investitionen zu schaffen. GLS-Vorstandssprecher Thomas Jorberg forderte daher im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am 1. Februar von der Ampelkoalition, sich für eine umfassende Renovierung der EU-Taxonomie einzusetzen. Jorberg mahnte aber auch eine Neuausrichtung der Wirtschaft an, denn das System sei auf Kante genäht und brauche eine tiefgreifende Transformation: „Ein auf Billigpreise und Effizienz ausgelegtes System ist nicht resilient.”
Die Kennzahlen der GLS Bank rückten in diesen Jahr aufgrund von Klimakrise, Pandemie und gestörten Lieferketten eher in den Hintergrund. Dabei können die sich durchaus sehen lassen: Die GLS Bank steigert ihr Ergebnis 2021 um 15 Prozent – das Geschäftsvolumen liegt somit bei mehr als zehn Milliarden Euro. Die sozial-ökologische Bank finanziert inzwischen Projekte von rund 330.000 Kunden, darunter mehr als 100.000 Genossenschaftsmitglieder. Das Kreditvolumen stieg auf 4,5 Milliarden Euro. Aus dem Kreditneugeschäft flossen Gelder zu 30 Prozent in sozial-ökologisches Wohnen, zu 23 Prozent in Erneuerbare Energien und zu 15 Prozent in nachhaltige Wirtschaft. „Mehr als 1,13 Milliarden Euro wirkten auf diese Weise positiv”, so Jorberg.


