Demo gegen agrarpolitischen Stillstand
Bereits zum 14. Mal rief das Bündnis Wir haben es satt! zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin zum Protest auf. Allerdings war diesmal dann doch alles ein bisschen anders. Die anhaltenden und medial präsenten Proteste des Bauernverbandes überlagerten die Demo des breiten Bündnisses aus Landwirtschaft und Zivilgesellschaft. Dennoch: Nach Angaben der Veranstalter fanden sich am 20. Januar rund 8.000 Menschen vor dem Willy-Brandt-Haus in Berlin ein – etwa 2.000 weniger als noch im vergangenen Jahr. Unter dem Motto „Gutes Essen braucht Zukunft! – für eine gentechnikfreie, bäuerliche und umweltverträgliche Landwirtschaft!“ forderten die Protestierenden lautstark die Abkehr von einer Agrarpolitik, die Bauern sowie Gesellschaft gleichermaßen im Stich lasse und den sozialen Frieden gefährde. Die Kernthemen dabei: Klimawandel, Kostensteigerungen, die geplante Deregulierung der Gentechnik und immer wieder, geradezu allgegenwärtig der Agrardiesel. Doch anders als bei den Bauernprotesten der vergangenen Wochen stand eher das große Ganze im Zentrum. So forderten die Demonstranten einen klaren Fahrplan für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und ein krisenfestes Ernährungssystem, für eine ökologische und sozial gerechte Agrarwende, für Klima-, Tier- und Artenschutz sowie weltweite Ernährungssicherheit.


