GWÖ: Neues Label für Nachhaltigkeit
Wie ökologisch und fair arbeitet ein Unternehmen wirklich? Ein neues Siegel soll jetzt Verbrauchern am Regal als Orientierung dienen. Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) führt das EconGood-Label ein. Ziel ist es, die sozialen, ökologischen und ethischen Auswirkungen zu bemessen, zu bewerten und zu vergleichen, die Unternehmen mit ihrem Handeln verursachen. Als Pilot-Unternehmen mit dabei sind unter anderem Voelkel und Tress Lebensmittel.
Voraussetzung zur Teilnahme ist die Durchführung einer GWÖ-Bilanz. Das Label nutzt einen QR-Code, der direkt auf die online einsehbaren Ergebnisse der GWÖ-Bilanz führt. Kunden im Supermarkt sollen sich so am Regal dafür entscheiden können, ein Produkt von einem Hersteller zu kaufen, das Menschen entlang seiner Lieferkette fair behandelt und die Umwelt möglichst wenig belastet. Die GWÖ-Bewegung will auf diese Weise erreichen, dass der Gesetzgeber das quantitative Ergebnis der GWÖ-Bilanz oder anderer vergleichbarer Berichtswerke als Basis nimmt, um gemeinwohlorientierte Leistungen mit finanziellen Anreizen zu versehen – wie Steuererleichterungen, die Bevorzugung bei Ausschreibungen der öffentlichen Hand oder günstigere Kredite.


