Ökolandbau: Flächenwachstum ausgebremst
Öko wächst weiter, verliert aber an Fahrt: 29.439 Hektar stellten Betriebe in 2023 auf ökologische Bewirtschaftung um – das entspricht einer Fläche so groß wie Malta. Damit wurden 2023 insgesamt 1.888.999 Hektar ökologisch bewirtschaftet, was einen Anteil von 11,4 Prozent an der gesamten Landwirtschaftsfläche Deutschlands ausmachte. Das geht aus den Strukturdaten hervor, die das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) am 8. Juli veröffentlichte. Demnach stellten insgesamt 495 Betriebe auf ökologische Bewirtschaftung um – 2021 waren dies noch 911 Höfe. Aber immerhin: Jeder siebte Hof ist bio. Seit 2019 wuchs die Öko-Fläche der Bundesrepublik um 17,1 Prozent. Die Kehrseite: Es fehlen noch immer rund drei Millionen Hektar bis zum Ziel von 30 Prozent Ökolandbau bis 2030. Deutlich positiver entwickelte sich die Bio-Lebensmittelherstellung: Insgesamt 22.382 Verarbeitungsunternehmen stellten 2023 Bio-Lebensmittel her, ein Plus von rund 495 Unternehmen gegenüber dem Vorjahr. In den letzten fünf Jahren stiegen rund 6.100 Betriebe in die Bio-Verarbeitung ein – ein Plus von rund 37,5 Prozent. „Zwar sind die ökologisch bewirtschafteten Flächen im letzten Jahr nur geringfügig angestiegen und die Zahl der Bio-Betriebe hat einen minimalen Rückgang verzeichnet, doch der allgemeine Aufwärtstrend bleibt ungebrochen“, kommentierte Tina Andres, Vorstandsvorsitzende des BÖLW. „Bio ist und bleibt ein wichtiger Baustein für die Lösung der komplexen Herausforderungen unserer Zeit.“


