Niedersachsen: Öko wächst nur langsam
Öko wächst in Niedersachsen konstant, aber langsam: 212 landwirtschaftliche Betriebe stellten in 2023 auf Ökolandbau um. Demgegenüber stehen 171 Betriebe, die ihr Zertifikat zurückgaben. Für das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) nicht ungewöhnlich: „Die Gründe, das Öko-Zertifikat zurückzugeben, sind zum Beispiel das Zusammenlegen von Betrieben oder Hofübernahmen, die nicht gelingen“, kommentiert Carolin Grieshop, Geschäftsführerin des KÖN, ihre Marktdaten 2024. „Auch melden sich Umsteller zum Jahresende wieder vom Öko-Kontrollverfahren ab, wenn sie bemerken, dass der Markt derzeit schwieriger ist als erwartet.“ Insgesamt bleibt die Umstellerzahl auf dem Niveau der Vorjahre. 18 Umsteller kommen aus dem Emsland, 13 aus dem Landkreis Cuxhaven und elf aus der Wesermarsch – alles typische Grünlandstandorte. Das KÖN bewertet dieses Ergebnis positiv und führt es auf die 2022 gestiegene Öko-Prämie für Grünland zurück. Das spiegeln auch die Zahlen wider: 41 Prozent der Umsteller in 2023 sind Grünlandbetriebe. Ein Jahr zuvor waren es nur 28 Prozent. 2023 stellten 42 Ackerbaubetriebe in Niederdachsen auf Öko um. Ihr Anteil fällt mit 33 Prozent deutlich geringer aus. Zudem halten 17 Prozent der Umsteller Tiere. „Natürlich freuen wir uns darüber, dass der Ökolandbau in Niedersachsen wächst. Lieber wäre uns jedoch, wenn mehr Betriebe umstellen, die Nahrungsmittel produzieren“, so Grieshop.


