100 Jahre Demeter: Jubiläumsfeier im Ökodorf Brodowin
Das Ökodorf Brodowin öffnete seine Tore: Die weltweite Demeter-Gemeinschaft feierte dort am 28. Juni ihr Jubiläum: 100 Jahre biodynamische Landwirtschaft. Rund 280 Gäste blickten gemeinsam auf das Erreichte zurück und nach vorne in die Zukunft –Deutschlands größter Demeter-Betrieb bildete eine stimmungsvolle Kulisse. Neben internationalen und nationalen Vertretern aus Politik und Verbänden kamen zahlreiche Demeter-Mitglieder aus der ganzen Welt auf dem brandenburgischen Demeter-Hof nördlich von Berlin zusammen. „Die Herausforderungen, denen wir uns gegenübersehen, sind groß, von der Erhaltung der Biodiversität bis zur Sicherstellung einer nachhaltigen Ernährungssicherheit für kommende Generationen“, begrüßte Demeter-Vorstand Dr. Alexander Gerber die Gäste. „Doch durch die Prinzipien der ökologischen sowie der biodynamischen Landwirtschaft haben wir bewiesen, dass ein anderer, ein ganzheitlicher Weg möglich ist, der auf Respekt, Fairness und Gemeinschaft beruht.“ Silvia Bender, Staatssekretärin im BMEL, beglückwünschte zu den Errungenschaften der internationalen Demeter-Gemeinschaft, die vor 100 Jahren den Grundstein für den Ökolandbau legten. „Der Pioniergeist ist auch heute noch lebendig“, resümierte sie und betont die Innovationskraft, die von vielen Demeter-Betrieben ausgeht. Höhepunkt des Abends war der inspirierende Impulsvortrag von Sandrine Dixson-Declève, Ko-Präsidentin des Club of Rome. Sie appellierte, mutige Schritte zu gehen, um den Planeten zu retten. Der notwendige Wandel sei bisher nicht in dem erhofften Maße eingetreten, und die internationalen Bemühungen darum bekämen durch die aktuellen Wahlentscheidungen der Europäer noch mehr Gegenwind. Dixson-Declève warnte davor, dass ohne ein mutiges und beherztes Angehen des Wandels ein Beibehalten der internationalen Wirtschafts- und Klimapolitik die globale Krise und die Spannungen auf der Erde verstärken würden. Dann wachse die Ungleichheit, Populismus gewinne an Fahrt, und die Migration aufgrund der Klimakatastrophe nehme zu.


