Abgehängt: Fachhandels-Umsatz sinkt um 1,1 Prozent
Ernüchternde Bilanz für den Bio-Fachhandel: Während Bio weiterhin wächst, sank der Umsatz in Bio-Läden im ersten Quartal 2026 um 1,1 Prozent im Vergleich zu Vorjahreszeitraum. Besonders mager fiel das Ergebnis im Februar mit einem Minus von 1,8 Prozent je Laden aus. Im März lag der Rückgang bei 1,2 Prozent. Selbst im Januar gelang es den Ladnern nicht, an den deutlichen Umsatzanstieg von 5,4 Prozent aus dem Januar 2025 anzuknüpfen. Sie starteten mit einem wenn auch marginalen Umsatzminus von 0,4 Prozent ins Jahr 2026. „Diese Ergebnisse für Februar und März markieren einen neuen Tiefpunkt im Dreijahresvergleich“, so Marktexperte Fabian Ganz von Biovista. Insbesondere für den März wurden höhere Umsätze erwartet, da ein Teil des frühen Ostergeschäfts bereits in den März 2026 gefallen sein dürfte – anders als im Vorjahr. Trotz dieses leichten Sondereffekts blieb eine Belebung der Umsätze jedoch aus. „In der langfristigen Betrachtung wird deutlich, dass der Bio-Fachhandel um seine Position im Bio-Markt ringt“, kommentiert Ganz die aktuellen Auswertungen von Biovista. Sie weisen zudem darauf hin, dass der Absatzrückgang je Verkaufsstätte so ausgeprägt ist, dass die Vorjahreswerte nicht mehr erreicht werden können. Umso schmerzlicher: Parallel meldet der BÖLW weiter boomende Bio-Umsätze trotz Inflation. Als Treiber für die starke Nachfrage wies der Verband allerdings Drogerien und E-Commerce aus. Nach den Auswertungen des BÖLW stieg der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken im ersten Quartal 2026 um sechs Prozent auf insgesamt 4,91 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Bio-Umsatz-Plus liege damit – so der BÖLW – deutlich über der Teuerung von Lebensmitteln von zuletzt 1,8 Prozent. Große Gewinner: die Drogerien. Ihr Bio-Umsatz stieg im ersten Quartal 2026 um 14 Prozent. Ihren Anteil am Bio-Gesamtmarkt konnten sie um fast einen Prozentpunkt auf 12,8 Prozent Marktanteil steigern. Mehr in BIOwelt 6/2026.


