Bio-Allianz: Vier neue Mitglieder
Noch eine Ländergrenze überschritten: Die Bio-Allianz nimmt neun Monate nach ihrer Gründung vier neue Mitglieder auf. Bio Suisse gehört jetzt ebenso dazu wie Biopark, Ecoland und der Verbund Ökohöfe. Als Dachorganisation vertritt Bio Suisse 7.400 Bio-Betriebe in der Schweiz und somit rund 95 Prozent. Biopark und der Verbund Ökohöfe sind vor allem Nord- bzw. Ostdeutschland präsent. Ein entscheidender Lückenschluss gelang dem Verbund aus Bio Austria, Bioland, Biokreis, Bioland Südtirol, Biolandwirtschaft Ennstal, Gäa und Demeter Österreich noch immer nicht: Nach wie vor stehen weder Naturland noch Demeter Deutschland auf der Mitgliederliste. Aus Insiderkreisen heißt es, bei Demeter beschäftige sich ein Arbeitskreis mit einem möglichen Beitritt. Die Allianz versteht sich selbst als konsequente Weiterentwicklung der Branchenvereinbarung – die unterzeichneten allerdings die deutschen Öko-Verbände Bioland, Naturland, Biokreis und Gäa.
„Wir brauchen die enge Zusammenarbeit der Bio-Anbauverbände im engen Raum mit vergleichbaren Marktbedingungen auch über Ländergrenzen hinweg, um den Herausforderungen eines sich dynamisierenden Marktes begegnen zu können“, so die Vorstände der Bio-Allianz. Sie hatten die Aufnahme der drei neuen Mitglieder einstimmig beschlossen. Mit der Erweiterung setze die Bio-Allianz ein klares Zeichen für verstärkte Zusammenarbeit im ökologischen Landbau. „Die enge Zusammenarbeit in den Bereichen Rohwarenmanagement, Qualitätssicherung und Vermarktung soll sichere sowie kostengünstigere Prozesse ermöglichen und dabei helfen, die wirtschaftliche Basis unserer Betriebe abzusichern“, so der Allianz-Vorstand.
Durchaus stabil entwickelte sich der Schweizer Bio-Markt: In 2024 erwirtschaftete die Branche einen Umsatz von 4,1 Milliarden Franken. In der Landwirtschaft betrug der Bio-Anteil 18,2 Prozent der Nutzfläche. Er blieb damit unverändert.


