Bio-Lebensmittel bremsen Inflation
Bio ist preisstabil und wirkt als Inflationsbremse. Diese Botschaft brachte der BÖLW zum Auftakt der Grünen Woche Anfang 2023 mit nach Berlin. Jetzt bestätigt eine Analyse des Kölner Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) diesen Trend: Seit Beginn des Ukraine-Krieges und der hohen Inflationsrate sind die Preise für Bio-Lebensmittel deutlich weniger stark gestiegen als für konventionell hergestellte Produkte. So mussten Verbraucher für Weizenmehl im Schnitt für konventionelle Marken – laut IW – fast drei Mal so viel bezahlen wie für das Bio-Pendant. Zwischen dem ersten Quartal 2022 und dem zweiten Quartal 2023 sind die Preise laut IW für konventionelle Produkte von Joghurt (+55 Prozent), Emmentaler (+42 Prozent), Hackfleisch (+33 Prozent), Vollmilch und Geflügel-Salami (+29 Prozent) sowie für Rapsöl (+27 Prozent) mehr gestiegen als bei den Bio-Alternativen. Nur bei der Butter und Salatgurke verzeichnete das IW in den sechs Quartalen ein deutlich stärkerer Rückgang der Preise von konventionellen Produkten. Die Forscher führen die inflationsbremsende Wirkung von Bio-Lebensmitteln auf ihre regionale und kreislauforientierte Herstellung zurück.
Die IW-Analyse basiert auf Preisdaten zwischen dem ersten Quartal 2022 und dem zweiten Quartal 2023 der Preisvergleichs-App Smhaggle. Sie enthält sowohl reguläre als auch Angebotspreise und wird monatlich von etwa 150.000 Konsumenten genutzt. Berücksichtigt werden tagesaktuelle Kassenbons sowie Angebotsprospekte, Websites und Datenlieferungen der Anbieter. In dem betrachteten Zeitraum sind 3,75 Millionen Kassenbons und mehr als 50 Millionen Einzelpreise berücksichtigt worden. Alle Preise der betrachteten Produkte wurden in vergleichbare Stück bzw. Kilo- oder Literpreise umgerechnet.


