Bio-Strategie 2030 geht an den Start
Die Bio-Strategie für 30 Prozent Bio startete am 20. November: In sechs Handlungsfeldern zeigt sie mit 30 Maßnahmen Wege auf, um das Ziel 30 Prozent Öko-Flächen bis 2030 zu erreichen. „Das angestrebte Wachstum des Öko-Landbaus eröffnet der gesamten Land- und Lebensmittelwirtschaft zusätzliche Möglichkeiten”, kommentierte Landwirtschaftsminister Cem Özdemir. Er stellte die Bio-Strategie 2030 seines Ministeriums am 16. November im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin vor. Sie wurde überlagert von der enttäuschenden EU-Abstimmung über die Glyphosat-Verlängerung am Morgen. „Perfektes Timing”, so Özdemir ironisch. Auch eine Regierungsstrategie wurde es letztlich nicht. Bei der Umsetzung seiner Bio-Strategie versprach Özdemir dennoch, auf die Tube zu drücken. Eine erste Zwischenbilanz gebe es 2026. „Zahlreiche Entwicklungen im Öko-Sektor finden mittlerweile eine breite, über den Bio-Bereich hinausgehende Anwendung. Das bringt auch viele positive Effekte für Landwirte, die konventionell arbeiten”, betonte Özdemir. „Im Übrigen rate ich dazu, die sogenannten Gräben endlich zu vergessen. In den Dörfern, auf dem Land, in der Region sind die längst zugeschüttet.”
Der BÖLW begrüßte die Bio-Strategie 2030 aus dem BMEL: „Es ist richtig, dass die Bundesregierung den Umbau der Land- und Lebensmittelwirtschaft mit dem Ziel 30 Prozent Bio bis 2030 auf der Fläche und im (Bio-) Handelsregalvorantreibt. Mit Bio als zentralem Baustein kann der Plan gelingen, die Weichen für eine enkeltaugliche Land- und Lebensmittelwirtschaft zu stellen”, kommentierte der BÖLW. Jetzt müsse die Bundesregierung die Umsetzung anpacken und in den Umbau der Land- und Lebensmittelwirtschaft investieren.” Mehr in Ausgabe 12 von BIOwelt.


